Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe 2025
- Merlot 70%, Cabernet Franc 20%, Cabernet Sauvignon 10%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2032–2060
- Verpackt in: 12er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 97–100/100
- Parker: 94–96/100
- Suckling: 95–96/100
- Yves Beck: 96–98/100
- Vinum: 96–98/100
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
Bellefont Belcier, 2, rue du Port de la Feuillade , 33126 Fronsac, FRANKREICHZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 81 kcal / 337 kJ Kohlenhydrate 1,1 g Zucker 0,1 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Eiweiß, Salz
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe 2025
/100
Bellefont-Belcier besteht 2025 aus 70 Prozent Merlot, 20 Prozent Cabernet Franc und zehn Prozent Cabernet Sauvignon. 14 Volumenprozent Alkohol. Gelesen wurde vom 5. bis 23. September. 100 Prozent entrappt, spontan vergoren im Zement, der Ausbau dann im Barrique, 30 Prozent neues Holz, 40 Prozent gebrauchtes Holz und 30 Prozent in großen, ovalen Fudern. Es gibt ungefähr 50.000 Flaschen. Wie immer bei Bellefont-Belcier – weil es einfach diese Lage an der Côte Pavie ist – eine wuchtige, schwarzfruchtige Nase. Satte schwarze Kirsche – das ist, was man von Saint-Émilion erwartet! Opulenz mit viel Lakritze, Schokolade, wuchtig und drückend, aber voller Charme… und voller schwarzer Aromatik! Darunter kommen ein bisschen Mango, Maracuja und etwas Sauerkirsche. Insgesamt eine hocharomatische, fast überwältigende Nase. Dann ein grandioser Mundeintritt! Sauerkirsche, rote Johannisbeere, tolle Frische mit Graphit und Veilchen. Das Tannin ist sehr verspielt und seidig, aber in Massen vorhanden. Total weich und samtig. Das Ganze mit einer immensen Veilchennote, darunter Schokolade und Nutella, dann kommen auch Maulbeere und Brombeere. Das ist eine Wuchtbrumme, ohne dass der Wein jemals fett ist. Dafür ist der Jahrgang einfach zu fein, zu verspielt. Die massiven Tannine sind trotz ihrer Opulenz total weich. Ein genialer Nachhall mit großer Frische… Bellefont-Belcier ist ein archetypischer Saint-Émilion, so wie man es erwartet mit dieser immensen schwarzen Wucht, Holz und Fülle. Gleichzeitig ist das ein super Ausdruck des superfeinen Jahrgangs 2025. Das ist the best of both worlds! Ein in Finesse getränkter Blockbuster in Weichheit und Charme. Total lecker und gleichzeitig überwältigend in seiner Wucht und Dichte. Es ist völlig erstaunlich, warum es gerade am vorderen Teil der Cote Pavie mit Pavie, Pavie Decesse, Bellefont Belcier und Larcis Ducasse VIER Nachbarn auf sehr ähnlichem Terroir mit grandioser Qualität gibt, die dennoch TOTAL unterschiedliche Preise erzielen. Bellefont Belcier ist noch weit vor Larcis Ducasse das Schnäppchen schlechthin, ein Musskauf! *** Château Bellefont-Belcier liegt an den Hängen des Kalksteinplateaus, an der sogenannten Côte Pavie. Es ist der übernächste Nachbar von Château Pavie. Reiner Kalkstein mit leichter Lehm-Sand-Auflage an den Südhängen Saint-Émilions. Der nächste Nachbar ist Larcis Ducasse. Die 14 Hektar von Bellefont-Belcier liegen auf allerbestem Terroir in Amphitheater-Form. Die Pflanzdichte liegt bei 7.000 Stöcken pro Hektar und bewegt sich in Richtung 10.000. Alles im Weinberg geschieht in Handarbeit, die Exposition ist komplett südlich. Der direkte Nachbar zur anderen Seite ist dann Tertre Roteboeuf. Das Terroir ist allererste Sahne. Molasse Fronsadais – das ist über Jahrmillionen zu Lehm zerriebener Kalkstein, dazu kommt etwas reiner Kalkstein. Die Vergärung erfolgt hier bei 25 bis 27 Grad temperaturkontrolliert und spontan. Die Weine werden im Barrique und zum Teil in Fudern ausgebaut, 30 Prozent neue Barriques. Die Vinifikation findet im Betontank und im aufrechtstehenden Barrique statt. Also eine Mischung aus Mikro-Vinifikation und klassischer Vinifikation. Schwefel sieht der Wein erst kurz vor der Füllung. Seit einigen Jahren kabbeln sich die beiden Topweingüter in Saint-Émilion von Besitzer Peter Kwok, Bellefont-Belcier und Tour Saint Christophe, um die Krone. Tour Saint Christophe einige Meter höher auf reinem Kalkstein in Terrassen gelegen. Bellefont-Belcier dagegen an der Côte Pavie, auch auf reinem Kalkstein, aber als Amphitheater und mit etwas Lehm. Beide in Dichtpflanzung, beide mit winzigen Erträgen von unter einem halben Kilo pro Stock.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Parker über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
The 2025 Bellefont-Belcier stands out once again as one of the highlights in the Vignobles K range. It offers a lively bouquet of cassis, mulberries and cherries mingled with spices and pencil lead. Medium- to full-bodied, layered and seamless, it’s built around a concentrated core of fruit that's animated by bright acidity and framed by velvety tannins. The finish is long, ethereal and perfumed. It's a blend of 70% Merlot, 20% Cabernet Franc and 10% Cabernet Sauvignon, matured one-third in foudres, with a pH of 3.48. This is one of the most accomplished wines produced at this address to date.
/100
Suckling über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
The depth and intensity in the center palate makes you think. It’s medium- to full-bodied with very integrated, polished grape tannins. Creamy texture. A curated and transparent effort.
/100
Yves Beck über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Die Symbiose aus Noten reifer schwarzer Beeren, Iris und Minze unterstreicht die Vielfalt dieses Weins. Nicht zu vergessen die kreidigen Noten, die das Terroir verkörpern! Hinzu kommt die Finesse, die für die Arbeit des Teams steht. Der Wein ist zunächst eher schlank im Auftakt, gewinnt aber im weiteren Verlauf an Fülle. Er zeigt eine samtene Textur, gestützt von kompakten und kraftvollen Tanninen, die herbe Nuancen offenbaren, um Frische und Nachhall zu untermauern. Ein brillanter Wein in seiner Art, Charme und Kraft so gut zu vereinen, mit einer letztendlich ebenso eindringlichen wie begeisternden Harmonie. Ja, Paradoxien sind manchmal die besten Freunde der Welt.
/100
Vinum über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Dunkelfruchtig, mit Schwarzkirschen, etwas Tabak, Zartbitterschokolade, Süssholz und kühlem Kamin im Duft; im Auftakt weich und rund, baut am mittleren Gaumen viel Druck auf, ist jedoch weniger wuchtig als in anderen Jahren, zupackendes, reifes Kalktannin verleiht Halt, die Säure ist perfekt abgestimmt und trägt den Wein in ein fast nicht enden wollendes Finale. Das ist ein kleines Wein-Monument und mit Sicherheit der beste Bellefont-Belcier, den ich bisher verkosten durfte.
/20
Gerstl über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Herliche Kräuter und Gewürze stehen im Zentrum des edlen Duftes, feinste Frucht mischt sich dazu und verführerische florale Noten, ein immens komplexer, tiefgründiger Duft. Die Tannine sind von exzellenter Qualität, superfein und in Massen vorhanden, das ist ein hochkonzentrierter Filigrantänzer, unglaublich wie der seine immense Kraft zum Schweben bringt, das ist schon seit Jahren ein grandioser Wein, aber was der dieses Jahr zeigt übersteigt die kühnsten Erwartungen, diese sublime Feinheit in Verbindung mit monumentaler Kraft, ein Wunder der Natur, dazu diese verführerische Süsse, eingebunden in explosiv frische Frucht, das Musterbeispiel eines Weines der die grandiosen Qualitäten des Jahrgangs perfekt in Szene setzt. (mg)
Falstaff über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Reife, einladende Herzkirschenfrucht, Nuancen von Brombeerkonfit, etwas Kräuterwürze und Edelholz, feine florale Nuancen, kandierte Orangenzesten. Saftig, elegant, feine Extraktsüße, reife Tannine, frischer Abgang, voll Energie, zeigt Länge und Potenzial, bereits sehr harmonisch, rotbeeriger Nachhall.
Decanter über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Gorgeous vibrant colour in the glass. Fragranced purple flower aspects in the glass. Supple and well textured straight away, this takes hold in the mouth and doesn’t let go with such a delightful grip - not fleshy but filling, not overly ripe, more cool with a fresh mint and flint undercurrent. Velvety, sumptuous, round, enveloping but charming with such a delicate, textured finish, chalky but soft. Excellent expression. Very St-Emilion. Delicate and hands off while still giving so much complexity and energy. 3.48pH. A yield of 33hlha.
Jane Anson über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe
Sweet berry fruit, shows lovely grip and clear limestone signature without sacrificing flesh. Raspberry, blood orange, pomegranate, wet stones, grilled cumin, incense, oyster shell rise through the palate. Harvest September 5 to 23. 30% new oak. 3.48 pH. Yield 33 hl/ha, JC Meyrou director, Emmanuelle d'Aligny-Fulchi technical director.
Bellefont Belcier
Das Weingut ist zu Recht aufgestiegen in den Olymp des Saint Emilion, ernannt zum Grand Cru Classé. Es gehörte vorher niemand Geringerem als dem früheren Cheval-Blanc-Mitbesitzer Dominique Hebrard, Sohn des früheren Cheval-Blanc-Regisseurs Jacques Hebrard.