Alexandre Lamblot ist einer der aufstrebenden Jungwinzer der Montagne de Reims. Sein kleines Weingut, das nur wenige Hektar umfasst, liegt etwas abseits vom Schuss. Gelegen in Janvry, dem Nachbarort von Gueux, wo mit Jérôme Prevost La Closerie sein Mentor der ersten Stunde sitzt. Biodynamische Weinbergsarbeit mit Agroforestry, tatsächlich hat Alexandre Lamblot unzählige Obstbäume mitten in und um seine Weinberge gepflanzt, mehr als ich je irgendwo gesehen habe. Er nimmt das Thema Artenvielfalt und Nachhaltigkeit mehr als ernst. Die meisten seiner kleinen Parzellen liegen direkt um die Domaine herum, so kann er alles in kleinteiliger Handarbeit bewirtschaften, hat kaum Fahrtzeit und sieht jedes Blatt im Wind wehen. Nach der Parzellen-genauen Handlese wird alles wird auf einer uralten, kleinen, restaurierten Coquard-Korbpresse gepresst über fünf bis sechs Stunden, also doppelt so lange wie normal, sehr langsam. Natürliche Sedimentation und dann direkt ab in Fässer verschiedener Tonnellerien und Größen zwischen 228 Liter über Demi-muids bis hin zu Fudern. Mikro-Oxidation der Grundweine über mindestens ein Jahr im Fass, bis hin zu zwei Jahren in manchen Fällen. Die Champagner verbleiben für zwei bis vier Jahre auf der Hefe. Ein Plot von Meunier im 1er Cru Vrigny, wo auch Roger Coulon und Egly-Ouriet unterwegs sind. Die Reben sind zwischen 38 und 60 Jahren alt. Es ist ein profunder Boden mit einer feinen Schicht von grünem Lehm. Die Nase ist hochfein, sehr elegant und strahlend klar, hat dennoch eine wahnsinnige Power und Kraft. Das erinnert schon sehr an seinen Lehrmeister und Freund Jerome Prevost von La Closerie. Diese nahtlose Verbindung aus eleganter Zitrusfrische und cremiger gelber Frucht mit einem winzigen Touch Exotik ist schon ziemlich präzise getroffen. Lamblot hat eine meisterliche Hand für Balance.