Der Wein stammt aus besten Lagen in Leiwen, Detzem, Longuich und Lorch. Somit eigentlich schon fast an einen Ortswein heranreichend, obwohl er eigentlich den Gutswein darstellt. Komplett auf Devonschiefer gewachsen, alles spontan vergoren. Seit den 1990er Jahren wird hier spontan vergoren. Das Wort Quant ist ein regionaler Ausdruck, der gut, angenehm bedeutet. Das ist schon eine herausragende Grundlage für einen Gutswein. Auch wenn das ein leider überstrapazierter Begriff ist, Loewen ist wirklich ein Preisleistungswunder für diese Qualität. Alles aus 100 Prozent eigenen Lagen. Wo Loewen drauf steht soll auch das Konzept Loewen drin sein. Darüber kommt dann noch der Riesling Alte Reben, der der eigentliche Ortswein ist. Der Quant stammt aus Partien, die bei rund 10 Gramm Restzucker die Spontangärung aufgehört haben, es ist also die feinherbe Variante des Gutsweins. Der Varidor sind die trocken durchgegorenen Tanks. Kein Frost, auch keine längeren Trockenphasen, keine extreme Hitze. Es war Regen und Sonne im Wechselspiel, aber im Grunde keine Extreme, ein sehr klassischer, warmer Sommer. Mitte September kam dann der große Regen, da musste man extrem schnell sein und am Ende auch gut selektieren. Für Christopher Loewen war der Regen dahingehend gut, dass man dann nicht noch später hätte lesen können. Man musste alles reinholen, dadurch haben die Weine dann etwas mehr Spannung erhalten. Es ist dennoch ein sehr charmanter, cremiger Jahrgang. Der Quant ist 2025 etwas trockener als üblich, Christopher Loewen wollte nicht, dass er zu schmelzig wird. Das Jahr bringt schon so viel Frucht mit. Der Quant liegt bei rund 10 g/l Restsüße. In der Nase Orange und Orangenblüte, auch Mandarine, Kumquat. Wir sind nicht so straff und karg wie 2024, sondern es kommt mit cremigem Charme, mit dichter Gelbfruchtigkeit auf die Zunge. Man schmeckt, dass das ein Gutswein von handwerklicher Kunst ist, die diesen Betrieb eben auch auszeichnet. Das geht schon bei dieser Qualität los.