Der Wein stammt aus besten Lagen in Leiwen, Detzem, Longuich und Lorch. Somit eigentlich schon fast an einen Ortswein heranreichend, obwohl er eigentlich den Gutswein darstellt. Komplett auf Devonschiefer gewachsen, alles spontan vergoren. Seit den 1990er Jahren wird hier spontan vergoren. Das Wort Quant ist ein regionaler Ausdruck, der gut, angenehm bedeutet. Das ist schon eine herausragende Grundlage für einen Gutswein. Auch wenn das ein leider überstrapazierter Begriff ist, Loewen ist wirklich ein Preisleistungswunder für diese Qualität. Alles aus 100 Prozent eigenen Lagen. Wo Loewen drauf steht soll auch das Konzept Loewen drin sein. Darüber kommt dann noch der Riesling Alte Reben, der der eigentliche Ortswein ist. Der Quant stammt aus Partien, die bei rund 10 Gramm Restzucker die Spontangärung aufgehört haben, es ist also die feinherbe Variante des Gutsweins. Der Varidor sind die trocken durchgegorenen Tanks. Tolle gelbe Frucht, schöne Reife ausstrahlend. Auf dem Papier ist der Jahrgang 2025 sehr ähnlich zu 2015, hohe Reife, hohe Extrakte, hohe Säuren, kleine Erntemenge. Die Säuren sind total seidig und reif, die Texturen fast cremig, sehr dicht, dazu aber die kräuterig-steinige Aromatik eines kühlen Jahres. Wirklich ein faszinierender Jahrgang, wie eine moderne Version von 2015 mit Power und Vibration. Der Quant hat immer diese warme Agrumen-Nase mit Mandarine, Orangenblüte und Grapefruit. Man spürt die Dichte der mittlerweile in ein gutes Alter gekommenen Selection Massale-Reben aus eigener Genetik. Die Mundfülle ist beachtlich, richtig griffig und stoffig. Köstliche Textur im Mund, seidig, mit schöner Gelbfruchtigkeit und verspielter Blumigkeit. Man schmeckt, dass das ein Gutswein von handwerklicher Kunst ist, die diesen Betrieb eben auch auszeichnet. Das geht schon bei dieser Qualität los.