»Felix Anton« ist eine Hommage an den Vorfahren, der die Weinbautradition in die Familie von Longo einführte. Felix Anton Reichsritter von Longo wurde 1804 von Kaiser Franz I. für seine Dienste während der Napoleonischen Kriege mit dem Baronstitel und dem Prädikat »Liebenstein« geehrt. Wie alle Weine des Weinguts stammt er aus 100 Prozent Biodynamie (ab 2017 umgestellt). Natürlich werden die Reben, die in circa 270 Höhenmetern auf Kalksteinablagerungen und Porphyrgestein stehen, mit viel Handarbeit gepflegt und bearbeitet. Die Gärung erfolgt mit wilden Hefen zu einem Viertel in großen Holzfässern und dem Rest in Edelstahltanks. Anschließend reift der Wein auf der Vollhefe, durchläuft die Malo (den biologischen Säureabbau) und wird schließlich noch etwas in der Flasche ausgebaut. Antons Spezialität sind meiner Meinung nach seine herausragenden Chardonnays und Weißburgunder. Zartes, leuchtendes Zitronengelb. Es strömen wunderschöne, elegante Aromen aus dem Glas. Ein »Mini-Chablis« aus Südtirol! Duftende weiße Blüten, frisches Heu und weißer Tee werden begleitet von fruchtigen Aromen wie Stachelbeere, Kiwi und Quitte. Intensive Töne von Gesteinsmehl, zarte Hefenoten und ein Hauch Vanille mischen sich mit minziger Frische – genau diese Aromen erinnern so sehr an die seelenverwandten Burgunder. Wie schon in der Nase überrascht der Wein mit seiner fast tänzelnden Frische auch im Mund. Diese rührt von der feinen, zitrischen Säure, der prägnanten Kalkstein-Mineralik und einem leichten Grip her, die wunderbar mit dem feinen Schmelz des Weins harmonieren. Im Nachhall kommen immer mehr attraktive und komplexe, kräutrige Aromen hinzu. Trinkfreude pur!