Violette gibt es bereits seit den Beginnen von Anne-Claude Leflaive. Da in einem Jahr Veilchen eines der prädominanten Aromen war, entschied sich man für diesen Namen. Durch die nun schon viele Jahre andauernde, biodynamische Arbeitsweise ist das Flaschenergebnis bei Clau de Nell oft anders als bei herkömmlichen Winzern. Die Reben stehen ganz alleine am Waldrand, ohne Nachbarn, es ist ein ruhiges Arbeiten hier. Eine seltene Cuvée für die Loire, aus zwei Dritteln Cabernet Sauvignon und einem Drittel Cabernet Franc. Die seltenheit wird nur durch das Alter der Reben übertroffen. 70 Jahre alte Cabernet Sauvignon Reben zu finden ist an der Loire eigentlich unmöglich. Ausbau in gebrauchten Barriques im tiefen Tuffsteinkeller, der sich wie ein langes Tunnelsystem unter der Straße gegenüber der Domaine erstreckt. Klassische Brombeer und Cassis dominieren das Geschmacksbild, auch rote Johannisbeere und Chili. Die Tannine sind präsent aber sehr rund und üppig und geben, gepaart mit der immanenten Frische der Loire, dem ganzen Wein eine straffe Statur. Im Abgang bleibt er saftig und fein und kommt herrlich animierend rüber. Wir sind hier irgendwo zwischen Saint Emilion und Saumur, singulär. Die Stilistik hat sich in den letzten Jahren stark verschlangt. Heute sind wir saftiger, eleganter und feiner als es noch vor einigen Jahrgängen der Fall war. Eine Assemblage aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, die belegt, dass an der Loire bei Clau de Nell neben den Weißweinen auch große Rotweine als Cuvee entstehen können.