Der Königsbacher Idig ist eine der großen Kalklagen der Pfalz. Südlich ausgerichtet, auf Terra fusca mit Kalk, Ton und Buntsandsteingeröll, dazu durchzogen von Kalksteinen und etwas Basalt. Eine Lage mit enormer Geschichte und Strahlkraft, die ihren Ruf insbesondere der Familie Christmann zu verdanken hat. Sehr spannend, nun auch mal einen zweiten Idig daneben zu stehen haben. In der Nase sehr fokussiert und mineralisch. Zitrone, Limette, etwas grüner Apfel, dazu zerstoßener Kalk, nasser Stein und eine feine Rauchigkeit. Mit Luft kommen Kräuter, etwas Fenchelgrün und ein Hauch weißer Pfirsich dazu. Am Gaumen dann richtig beeindruckend. Linear, straff und mit enormem Druck. Die Säure zieht sich präzise durch den Wein, reif, aber sehr präsent. Dazu eine intensive salzige Mineralität, die alles trägt. Die Frucht bleibt eher kühl und zurückhaltend, eher Zitrus und etwas Steinobst, alles sehr fein. Im Finale lang, steinig und extrem präzise. Ein Riesling mit viel Ernsthaftigkeit, mit klarer Idig-typizität kalkig, salzig und sehr fokussiert.