Alle Reben sind aus Selection Massale von den besten Produzenten Frankreichs, die Roussanne von Beaucastel, Grenache von Gauby, Syrah von JL Chave und Clape. Es gibt keine Klone auf dem Property. Von Anfang an ohne jegliche Chemie bewirtschaftet, der Boden hat nie Herbizide oder Ähnliches gesehen. 2022 war auch in der Provence heiß und sehr trocken, es gab Reifestopps im Sommer, daher sind auch die Weine verblüffend frisch und saftig geraten. Eine berauschende Gourmandise in der Nase, reich und fruchtopulent, aber ungalublich frische Frucht, keinerlei Anzeichen von Überreife. Alles ist knackig-frisch und saftig, Blaubeere, schwarze und rote Kirsche, Thymian. Die Rotweine werden alle als Ganztraube vorsichtig angequetscht und dann in großen Edelstahlgebinden vinifiziert. Einmal am Tag gibt es eine leichte Remontage, also ein Überschwallen des Mostes für 5 Minuten, sonst nichts, superzarte Vinifikation. Es gibt bei Trevallon immer mehr eine Infusion als eine Extraktion. 2024 war ein kühleres, feineres Jahr als 2023 und 2022. Es hat dem Süden eine nahezu burgundisch-kirschige Finesse verliehen. Der Duft ist elegant und feingliedrig, mit Zitronenthymian, Rosmarinzweig, roter Pflaume, Schlehe, Creme de Cassis und Herbstlaub. Köstlich verspielt, blumig, sooo cremig und fein. Ich liebe 2024 für diese pikante Frische bei zugleich guter Reife, aber eben keinerlei Überreife. Wir sind ganz klassisch, kühl und saftig, nichts Überwältigendes, sondern nur Feinheit. Ich mag das sehr, nicht die volle Breitseite eines heißen Jahres, sondern tänzelnde Eleganz. Ganz im Stile von Trevallon eben. Nach dem Blockbuster 2023 eine Rückkehr zum traditionell eleganten Stil des Hauses.