Der Bourgogne Rouge Les Perrières wächst in einem Plot auf einem sanften Hügel direkt an Savigny-les-Beaune angrenzend, der Heimatgemeinde der Domaine Simon Bize. Daher ist es auch kein Savigny-Village, aber es ist ein Einzellagen-Wein. Die Reben sind in den 1970er Jahren gepflanzt. Nach dem Tod des legendären Winzers wird die Domaine von seiner Frau Chisa und deren Sohn weitergeführt. Bize ist für mich heute ganz klar die Nummer Eins der spannendsten Weine in der Region um Savigny. Ein klein wenig zur Natur hingehend stilistisch, aber das liegt nicht daran, dass die Domaine Naturwein keltern wollen würde, sondern einzig an der sehr naturbelassenen, minimal invasiven Arbeitsweise. Technik und Schwefel werden wenig eingesetzt, nur zur Abfüllung ein wenig. Es wird alles in Holz vergoren und ausgebaut, immer weniger Barriques, sondern mehr Demi-muids von 600 Litern. Die Pinot Noirs werden komplett als Ganztraube verarbeitet, in Holzcuve mit den Füßen eingemaischt und spontan vergoren. Ausbau für rund ein Jahr in gebrauchten Fässern. Die Abfüllung erfolgt ungeschönt und unfiltriert. Der Perrières hat viel Energie, duftet nach Orangenabrieb, roter Pflaume, Pfingstrosen und schwarzem Pfeffer. Ein zarter, saftiger Wein mit viel Vorwärtsdrang. Kalkige Tannine durchziehen den Nachhall, druckvoll und intensiv, aber immer auf der feinen und saftig-rotbeerigen Seite bleibend. Mir macht das ausgesprochen viel Spaß.