Nach dem grandiosen Debüt 2020 war klar: Das war kein Zufall, sondern der Auftakt zu etwas Großem. Und tatsächlich – der 2021er steht dem Erstling in nichts nach! Dion geht in die zweite Runde, und die Jungs hauen erneut so ein Gerät auf den Markt! Weißburgunder aus einer einzigen, extrem kalkhaltigen Parzelle. Brut Nature, also komplett ohne Dosage abgefüllt. Dieser Sekt ist dem kleinen Dion gewidmet, seines Zeichens Sohn, Neffe und Enkel im Hause Seckinger. Achtmonatiger Ausbau des Grundweins im Tonneau, komplett ohne Schwefel. Anschließend drei Jahre auf der Hefe – das Verfahren entspricht erneut dem für Vintage Champagner. Schon in der Nase sehr elegant und typisch Seckinger in der Aromatik zwischen oxidativen und reduktiven Tönen. Einerseits haben wir diesen feinrauchigen Touch von Feuerstein, zerstoßenem Kalk, etwas Salines wie von Muschelschale und kühle Zitrusaromen. Andererseits kommen auch wieder diese leicht oxidativen Anklänge von gelbem Apfel und Quitte dazu, zarte Kräuternoten von Verbene und nussige Komponenten von gerösteter Mandel. Alles umrahmt von einem eleganten Hefeschleier, der aber eher dezent bleibt. Im Mund dann scharf gezeichnet, karg und zupackend mit brillanter Säurefrische und saftiger, reifer Zitrusfrucht. Herbe Quittennoten, etwas Kumquat, dazu gelbfleischige Marille. Tolle Komplexität, dabei so elegant, voll auf Finesse gebaut. Viel Salz, ein Hauch Gerbstoff, alles glasklar konturiert. Was für eine grandiose Präzision! Trotz der Kargheit bleibt der Sekt völlig balanciert, nichts ist anstrengend. Die Perlage vom langen Hefelager ist ultra-fein, fast cremig. Beeindruckende Länge mit Lemoncurd, Kräutern und einem salzigen, cremigen Nachhall. Dion 2021 führt nahtlos fort, was 2020 begonnen hat – ein meisterhafter, puristischer Sekt, der Finesse und Charakter perfekt verbindet.