Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken 2020

Emrich Schönleber

Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken 2020

frische Säure
mineralisch
voll & rund
97+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2049
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97+/100
Suckling: 97/100
Decanter: 97/100
Parker: 96/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken 2020

97+
/100

Lobenberg: Das Frühlingsplätzchen steht auf rotem Schiefer (hoch verdichteter, gepresster Ton), Blauschiefer (Kupfer) und Quarzit. Nur wenige Stunden Maischestandzeit. Dann abpressen und spontan vergären im Holz. Der Ausbau geschieht auf der Vollhefe bis Ende März, dann Verbleib im Holz auf der Feinhefe bis zur Füllung. Wie schon gesagt, das Frühlingsplätzchen steht auf rotem Schiefer und hat einen etwas höheren Lehmanteil als der Halenberg. Ausbau im gebrauchten großen Holz, vom Stückfass zu 1200 Liter bis hin zu 3000 Liter. Einige sind mehrere Jahrzehnte alt. Feine Kräuterwürze in der Nase, gelbe Blüten, gerösteter Sesam, flintige Reduktion, warmer Sandstein. Wie schon im Frühtau zuvor deutlich zu erkennen auch hier im GG, ist das Frühlingsplätzchen durchaus fein und zeigt einen wunderbaren Geradeauslauf und eine geschliffene Stringenz. Die Frucht ist total reif und gewissermaßen verspielt, aber eben auch sehr straff und fast stahlig im Finale. Im Mund kommt sehr guter Gripp und tolle Frische. Aber auch hier diese Fülle von reifer Frucht. Nicht dieses verspielte, abgehobene wie 2016, sondern sehr vordergründig, direkter, vielleicht sogar mit Ähnlichkeit zu 2019 nur etwas schlanker und ziselierter. Feine Mineralität, die heller und kristalliner daherkommt als beim dunkleren, geheimnisvolleren Halenberg. Druckvolles, intensives Finale mit viel Kraft und innerer Dichte. Ein beeindruckendes, enorm starkes Frühlingsplätzchen, das aber in diesem Jahr die astronomische Feinheit des Halenberg nicht erreicht. 97+/100 // Lobenberg in Wiesbaden: Fast steiniger in der Nase als der Halenberg. Erhaben und mineralisch. Dichter, reicher Mund, satte Aromatik, Wiesenblumen mit rotem Steinobst, was für ein imposanter Kracher aus dem lieben Frühlingsplätzchen! Hintergründig und tief, ein grandioses GG, bravo Frank. 99-100/100

97
/100

Suckling über: Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken

-- Suckling: A breathtaking wine that has all the mineral depth and concentration you associate with a Grand Cru, but also a wide spectrum of very fine citrus and berry aromas. Then it splash lands in an explosion of fresh-herb aromas. Drink or hold. 97/100

97
/100

Decanter über: Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken

-- Decanter: The Frühlingsplätzchen is in the cooler western part of the Nahe region, which has endowed this Riesling with tightly wound acidity. The wine is produced in a very classic style, underpinned by beauty and silkiness. At the same time, there is plenty of varietal character with citrus fruit and grapefruit as well as nuances of wet stones alluding to its origin. The tight structure leads to a long finish. 97/100

96
/100

Parker über: Riesling Frühlingsplätzchen Großes Gewächs trocken

-- Parker: The 2020 Frühlingsplätzchen GG is very pure and fresh on the precise and stony, pretty reductive and herbal nose that needs lots of air to open up. Crystalline and pure on the palate, this is a bone-dry, refined, enormously salty and piquant Riesling from partly red slate, loam and quartzite plots. The finish is pure, fresh and precise, very long and expressive. Tasted from a bottle that was opened three days earlier, it is much more charming and open on the nose, showing an intense and complex bouquet of crushed stones, lemons and white fruits. The palate is round and elegant, much lusher and long, but it still has long-lasting salinity on the finish. A gorgeous Frühlingsplätzchen that today comes from stonier plots than in the beginning of the GG saga. 12.5% alcohol. Tasted at the domain in July 2021. 96/100

Mein Winzer

Emrich Schönleber

Im Auf und Ab der Weingeschichte genossen die Steilhänge der Nahe Anfang des 19. Jahrhunderts schon einmal allerhöchstes Ansehen. Auch Johann Wolfgang von Goethe hielt das allgegenwärtige Lob in seinen Notizen fest: »Nun rühmte die Gesellschaft einen in ihrer Gegend wachsenden Wein, den Monzinger...