Die auf den Kanaren Listan Blanco genannte Palomino ist durch die phänomenalen Erfolge im trockenen Weißweinbereich von Jerez neben der Godello eine DER im Aufwind befindlichen Rebsorten Spaniens. Diverse Rebsorten wie Verdello und Malvasia stehen zusammen mit weiteren autochtonen lokalen Sorten im gemischten Satz. Alles auf vulkanischen Böden, was man schon an der rauchige mineralischen Nase unschwer erkennt. Der gemischte Satz bringt zudem viel Aufregung durch die unterschiedlichen Reifezustände der zusammen per Hand geernteten und eingemaischten Ganztrauben. Tolle Frische und nur 13,5 Alkohol. Im Stahl und Beton und Barrique vergoren und ausgebaut, überwiegend reduktiv. Dazu satte Salzigkeit vom nahen Meer und vom vulkanischen Untergrund. Tolle Spannung zeigend und in seiner Reduktion extrem focussiert im Geradeauslauf. Die Nase weist zusätzlich zur extremen Reduktion einen hauch von Bökser auf, das passt aber perfekt zu diesem extremen Wein. Nicht everybodys darling, eher Stoff für Puristen und Kenner. Rauch, Vulkan, Schwefel, Quitte, grüne Birne, angebrannte Walnüsse und Mandeln. Japanische Anmutung, Miso, Kimschie und salziger Ingwer. Saftiger Mund, von Litschie zu Kumquat, von Quitte zu Birne und Bitterorange. Was für ein genialer Stoff, soooo polarisierend. Genau mein Fall, ich bin sehr geflasht! 97-98/100