Dieser Wein ist ein Neuzugang bei Pranzegg. Martin und Marion pachten die 50 Jahre alten Reben, die auf den höheren Lagen in circa 550 Höhenmetern auf vulkanischen Porphyrböden stehen, und gemeinsam mit dem befreundeten Winzer und Besitzer der Parzelle bearbeitet werden. Zum Großteil besteht der Blend aus Vernasch mit ganz wenig Lagrein. Der Wein wurde über den Winter hinweg im großen Holzfass ausgebaut, dann früh abgefüllt und ist somit sozusagen das rote Pendant zum weißen Tonsur. Mittleres, leuchtendes Himbeerrot. Beim ersten Reinriechen denkt man instinktiv erstmal an Pinot Noir! Wilde, knackige, frisch gepflückte rote Johannisbeeren und Himbeeren, auch etwas Blaubeere mit einer weißen, dezent pfeffrigen Würze. Zudem legt der Wein schon beim Riechen echt viel Mineralität an den Tag: Zart rauchiger, schwebender Kalkstein – dabei stehen die Reben wie gesagt auf Porphyr Verwitterungsböden! Rotes Potpourri und aromatisch duftende frische rote Blüten. Diese duftige Aromatik ist wirklich verlockend. Im Mund gleitet der erfrischende, rotfruchtige Stoff mit Hagebutte, Cranberry und roten Johannisbeeren in schicker Frische verpackt mühelos und beinahe schwebend leicht mit seinen feinen, pudrigen Tanninen komplett trocken die Kehle hinunter. Ein kleiner Freudenspender, der im Sommer leicht gekühlt besonders Freude macht – there is nothing not to like!