Der 2008er ist ein Late Release in 2026, bis dahin perfekt im Weingut gelagert. Markus findet den 2008er gerade so grandios, dass er ihn nochmal in kleinster Charge auf den Markt bringen wollte, sehr zu unserer Freude, denn er ist jetzt perfekt trinkreif und sehr fein gereift. Das ist mit der beste Boden bei Markus Molitor, alles in Hochlage. Sehr feiner Schieferboden, purer Stein. Alte Reben, hier überwiegend alte deutsche Klone. Die Pinot Noirs werden erst vollständig entrappt, eingemaischt, Kaltmazeration. Dann wird ein Teil der besten Rappen wieder zugegeben vor der spontanen Vergärung. Deswegen der Dujac'sche Anflug der würzigen Aromatik und Frische. Alle Pinots werden nach der Vergärung auf der Korbpresse einmal vorsichtig gepresst, die Vergärung findet im offenen Bottich statt. Die Weine werden lediglich mit der Hand gedrückt. Kein Überpumpen, keine brutale Extraktion, Ausbau findet dann im kleinen Barrique statt, gebraucht oder neu, je nach Lage und Jahrgang. Unfiltrierte Abfüllung. Rauchiges Holz dazu, sehr viel Schiefergestein, feines Salz, reife Nase, voller Würze und Raffinesse. Feine Mineralik mit Kirsche in der Nase. Ganz feine rote Kirsche, Unterholz, Lorbeerblatt, Zigarrentabak, Waldhimbeere, Cranberry. Leichte Krautwürzigkeit darüber. Im Mund eine Explosion, ein Rasiermesser, dass durch den Mund fährt, grandiose Frische, wenn man die kühlere Stilistik liebt dann ist der 2008er besser noch als 2009. Tolle Krautwürze. Auch hier Rappen, eindeutig. Auch wieder die Silastik von Dujac. Das macht unglaublich Spaß. Hat fast Schärfe in seiner salzigen Mineralik, mit wunderschöner, feiner, roter Kirsche hinterlegt. Alles tänzelt und hat doch Druck. Das Tannin ist geschliffen, der Wein ist aber ob seiner Mineralik und Säurefrische nicht butterweich, sondern sensationell elegant und rassig.