Die Lage Baudana liegt direkt gegenüber von Cerretta, im gleichnamigen Weiler Baudana. Die Reben stehen komplett in West-Exposition. Der Boden besteht aus Mergel, also aus Ton und Kalkstein, dazu kommt auch ein wenig Muschelkalk. Baudana ist sehr viel feiner und gleichzeitig reifer als die gegenüberliegende Lage Cerretta. Alle Baudana-Weine aus Serralunga wurden am 5. Oktober 2022 gelesen. Dieser Barolo Baudana blieb 55 Tage lang durch die traditionell mit Holzbalken untergedrückte Maische (Capello Submerso) mit den Beerenschalen mazeriert. Anschließend wurde er wie alle anderen Baroli des Weinguts 22 Monate lang in großer slawonischer Eiche ausgebaut. Leuchtendes, mittleres Rubinrot. Sehr tiefe, dunkle, ätherisch würzige Nase mit vibrierender, knallroter Kirsche, schwebendem Teer, etwas Petrol, kalkigem, nassem Gestein, würziger Fleischbrühe, Blut, Lorbeerblatt, ein Hauch Nelken und verwobener brauner Würze, duftender ätherischer Orange, ein Touch verführerischer Schokoladen-Nusscreme, Kakaobohne und Kakaobutter. Eine wunderbar klassische Barolo-Nase, dabei ist dieser junge, komprimierte Wein momentan noch merklich kompakt und verhalten in der Nase während meiner Probe Ende Oktober 2025. Es ist ganz klar, dass dieser spannungsgeladene Stoff mit etwas mehr Flaschenreife noch auftrumpfen wird. Im Mund rollen viele griffig strukturierte Serralunga-Tannine über die Zunge und bleiben an den Seiten des Mundes und der Zunge kleben. Auch am Gaumen ist das ein monumentaler und beeindruckender Wein! Dunkle Frucht in Form von Schwarzkirschen, Heidelbeeren mit würzigem Nelkenpfeffer, Jod und mineralisch geladenem Eisen. Die intensive, steinige Mineralik wird von Minute zu Minute im Glas immer intensiver. Ein sehr definierter, beinahe »eckig« strukturierter Wein mit staubiger dunkler Schokolade und blauer Frucht im Nachhall. Erhaben und durchaus mächtig. Serralunga in Reinform!