Lobenberg: Der erste Jahrgang dieses Weines vom spannenden jungen Aufsteiger-Weingut Jurij Fiore. Die Trauben kommen aus einer Lage mit etwa 50 Jahre alten Reben in Montefioralle auf etwa 450 Metern Höhe, im Zentrum des Chianti Classico Gebietes. Hier haben wir Tonboden, die Lage ist nahe Panzano, das macht diesen Wein immer zum druckvollsten und intensivsten in Jurijs Sortiment. Alle seine anderen Reben stehen in Lamole auf Sandstein, das trägt zusätzlich zur Höhenlage noch zur Eleganz bei. Altola ist sozusagen ein gemischter Satz, der Großteil ist zwar mit Sangiovese bepflanzt, doch schummeln sich auch ein Paar Stöcke anderer autochthoner Rebsorten darunter. Sehr späte Lese, Gärung im Holzfass, dann Ausbau im französischen Holz. Insgesamt eine Mini-Produktion von nur 570 Flaschen! Ich bin froh überhaupt ein paar davon ergattern zu können, denn dieser Wein ist absolut grandios. Tiefe, aromatische und dunkel-würzige Nase. Schwarzkirsche, Blutorange, Brombeere, Holunder und Pfirsich. Alles ist dicht und harmonisch, die Frucht ist geradezu berauschend. Unter der saftigen Frucht liegt ein Hauch Eisen und Schwarztee. Dicht und kraftvoll geht es auch im Mund weiter. Total präsent, strahlend und fruchtig. Zu gelber Pflaume, Kirsche und Brombeere gesellt sich dezenter Flieder. So dicht die Nase ist, so überragend frisch ist der Wein im Mund – das ist mega verführerischer Stoff, ein Chianti vom anderen Stern! Die fein-griffigen Tannine sind von saftiger Beerenfrucht umgeben. Dieser Wein ist unendlich charmant und attraktiv – der nächste Schluck muss nicht lange warten. Bemerkenswert klar und eine tolle Erweiterung des exklusiven Chianti-Sortiments von Jurij Fiore!