Die Lese begann Mitte September bei rund 13 Prozent vol. natürlichem Alkohol, also ziemlich perfekt. Wie immer 100 Prozent entrappt. Seit dem Jahrgang 2023 hat Guillaume Tardy einen nagelneuen Entrapper, der die Trauben absolut nicht ankratzt. Somit geht er mit geschlossenen Trauben in die Spontangärung und stößt dann ein, zwei Mal unter, um den Zucker freizusetzen, das gibt dann einen satten Fruchtschub und noch purere Aromatik. Rund ein Drittel Neuholz im Ausbau. Sehr intensive, reiche Nase mit Himbeermark, dunkle Kirsche, Zimt und roter Pfeffer, Graphitmineral und Teer. Bas de Combe liegt benachbart zu Vosne Aux Reas, also ein Nuits mit dem Charakter und der Mineralausstrahlung von Vosne. Die Tannine sind massig vorhanden, aber so unglaublich elegant, süß und fein. Er hat ein bisschen was vom darübergelegenen Aux Boudot in seiner blauen Fruchtauslegung mit Blaubeeren und Cassis. Selten habe ich im Burgund so reiche und zugleich so finessenreiche Tannine erlebt. Wie eine feinere Version von 2018. Der Mund ist köstlich elegant, seidig und mit hohem Spannungsbogen aus dunkelroter Beerenfrucht. Obwohl der Wein so trinkfreudig ist, ist er zugleich substanziell und tief. So schmeckt großartiger Weinbau.