In 2024 hat Alix Millot rund 13 hl/ha im Betriebsschnitt geerntet, also wirklich dramatisch tief. Normal sind 30 hl/ha, die Ernte umfasst also nur ungefähr ein Drittel einer Normalernte. Der Mehltau hat extrem zugeschlagen in Vosne, dort noch mit am meisten an der Côte de Nuits, aber es war eigentlich überall. Alix hat extrem selektiert und ausgelesen, sodass sie dann sogar im Schnitt rund 40 bis 50 Prozent Ganztrauben in der Vergärung verwenden konnte, was nicht einfach war in diesem Jahrgang. Denn die Stiele waren oft auch von Mehltau befallen, da musste man sehr präzise sein. Bei Millot bekommen die Weine, wie bei Grivot in Vosne, eine Kaltmazeration von rund einer Woche bevor die Spontangärung beginnt. Spontane Fermentation in Betontanks, null Holz. Gewisse Ganztraubenanteile von bis zu 50 Prozent in der Vergärung. Der Ausbau findet dann ganz klassisch in Barriques statt. Bei den Crus gibt es auch mal ein Drittel Neuholz, das aber nie dominiert bei Millot, dafür ist der Stil viel zu ausgewogen und harmonisch. Der Suchots ist einfach traumhaft. Vosne in Reinform, als Burgundfreak muss man diesen Wein einfach lieben. Duftige blaue Frucht mit viel Tiefe, auch etwas Lakritze, Teer, süße Sauerkirsche, Himbeere, all die herzhaften, pikanten Waldfrüchte sind hier versammelt in diesem Wein und schießen mit einer wahnsinnigen Energie über die Zunge. Schlank für einen Suchots in 2024, es gibt wirklich keinerlei Wucht in diesem Jahr. Man muss dieses ganz Feine, Blumig-Tänzerische schätzen, um die 2024er wirklich zu lieben. Das ist Pinot Noir wie früher. Das ist wie Blumen trinken, alles tanzt und spielt auf der Zunge.