Lobenberg: Die kleine Familien-Domaine Millot besitzt herausragende Weinlagen in Nuits und Vosne, sowie den Nachbargemeinden in den Côte de Nuits Villages, wie Comblanchien und Corgoloin. Die Côte de Nuits-Villages im Süden sind für ihren sehr hohen Anteil an Aktiv-Kalk im Boden bekannt und bringt sehr elegante, fest strukturierte und straffe Weine hervor, die etwas weniger generös sind als Vosne oder Nuits-Saint-Georges. Bei Millot bekommen die Weine, wie bei Grivot in Vosne, eine Kaltmazeration von rund einer Woche bevor die Spontangärung beginnt. Fermentation in Edelstahl und Betontanks, zu diesem Zeitpunkt keinerlei Holzkontakt. Rund 30 Prozent Ganztrauben-Einsatz schon bei den Weinen aus den Hautes-Côtes und Côte de Nuits-Village. Der Ausbau findet dann ganz klassisch in Barriques statt, bei nur sehr geringen Neuholzanteilen von 20 Prozent. Der Côte de Nuits-Villages wächst in Corgoloin, also etwas südlich von Nuits-Saint-Georges und hat eine ähnliche Fruchtdichte wie die nahe Gemeinde, allerdings ist er etwas schlanker und frischer im Charakter. Wir haben viel dunkelrote Waldbeeren auf Herbstlaub und frischer Erde, auch eine schöne Prise roter Pfeffer von den Rappen. Der Mund ist saftig und feingliedrig, wartet aber dennoch mit griffigen Tanninen auf. Ich liebe diesen klassischen Stil von Millot, schnörkellos, positiv rustikal, eben total oldschool und ungeschönt. Und immer so genial balanciert, dass es zu jeder Zeit ein Genuss ist.