Ein Teil des Weines wächst auf Kalkstein, aber auch eine Partie am berühmten Roten Hang in Nierstein auf Tonschiefer. Vergoren und ausgebaut im Edelstahl. Die Nase dieses Sauvignons ist immer super, weil sie eher steinig und kräuterig ist und nicht tropisch ist. Es ist eher Südsteiermark als Neuseeland im Stil. Weiße und schwarze Johannisbeere, ein klein wenig Bergwiesenheu, Zitronenschale, schieben sich zwischen der steinig-kräuterigen Aromatik hindurch. Im Mund dann unglaublich saftig, mit rassigem Zug und glockenklarer Aromatik. Einerseits schon typische Sauvignon-Elemente, aber eher in der dezent-kräuterigen Ecke, etwas kreidiger Phenolik und zitrischer, geradliniger Säurestruktur. Das ist im Stil am ehesten ein steirischer Sauvignon, weil er in diese Kräuterigkeit geht ohne zu grasig zu sein Auch der Nachhall bleibt für einen Sauvignon noch auf der dezenteren Seite. Herbkräuterige Noten, leichte Zitrusfrüchte, Cassis, ein wenig Limettenabrieb. Zart salzig werdend, was weiter zur mundwässernden Saftigkeit beiträgt, insgesamt mit tollem Zug. Der rassige Geradeauslauf aller Gunderloch-Weine zieht sich auch hier kompromisslos durch. Ein sehr schicker Sauvignon.