Die Trauben wurden handverlesen, sortiert und als ganze Trauben vorsichtig gepresst, wobei dann eben nur 50 % des Saftes gewonnen werden, der bessere Vorlauf eben. Ein Teil des Weins reifte nach der spontanen ersten Gärung in Eichenfässern, bevor er in die Flaschen zur zweiten Gärung gefüllt wurde. Bei Gramona wird dazu immer ein Naturkork verwendet. Nach 24 Monaten auf der Hefe wurde der Wein mit einer minimalen Dosage degorgiert. In Nase und Mund gleichzeitig eine tolle Frische und eine saftige Tiefe versprühend. Reifer, roter Apfel, gelbe Birne, dazu noch einen Hauch Rhabarber. Deutlich weniger reife Exotik als andere Weine des Hauses, eher vibrierende Rassigkeit zeigend. Dezente Brioche- und Butterkeks-Noten, fein geriebene Haselnuss, vielleicht ein kleiner Touch Brennnessel und Fenchel. Im Mund zuerst überwältigend cremig, dann zieht sich einer feiner Säurefaden über die Zunge nach hinten und nimmt anschließend den Mundraum ein. Warme Zitrusfrucht, Limette, Orange, sogar ein Hauch Mandarinensüße. Feinste Bitteraromen von Orangenzesten und Apfelkernen. Unfassbar saftig im Antrunk, wahnsinnig pikant und vibrierend am Gaumen, die Flasche wird zügig geleert. Macht einfach große Freude und kann sich in diesem Preisbereich weltweit messen. Brillanter Einstieg bei Gramona.