Giuseppe Mascarello: Barolo Villero 2021

Giuseppe Mascarello: Barolo Villero 2021

Weinclub

Limitiert

Zum Winzer

Nebbiolo 100%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2052
seidig & aromatisch
strukturiert
pikant & würzig
Lobenberg: 98/100
Italien, Piemont
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Villero 2021

98
/100

Das Weingut besitzt weniger als einen Hektar Reben auf extrem sandigen Böden in der Lage Villero. Ausbau für drei Jahre im großen Holzfass. Zartes Rubinrot mit leichtem Orange-Ton. Eine traumhaft duftige Nase von reifen Walderdbeeren und frischen Gariguette-Erdbeeren, auch Brombeere und Cassis, feine Vanille, Marzipan und zarte rote Blüten. Das ist ein absolutes Sahnehäubchen, so sinnlich und duftig. Absolut sexy. Diese Nase ist ultra faszinierend – ein Elixier der Verführung. Genau die richtige Menge an fein verwobener Würze und kalkiger, intensiver Mineralität. Auch gelbe Blüten mischen sich mit Veilchen. Im Mund hat der Wein eine verspielte Feinheit. Die Tannine sind so zart und rund poliert. Amarena Kirschen, Walderdbeeren und ein Hauch ätherische Orangenschale. Im Mund ist dieser Villero saftig und unglaublich fein. Die Würze hinter der Frucht ist geheimnisvoll. Ich kann nur schwer Worte finden für diesen ultra-schönen Wein, und das soll was heißen! Das ist schon sehr nahe der absoluten Perfektion, zudem steht dieser Villero sagenhaft lange im Mund, er tänzelt so schwebend leicht über die Zunge. Leider werden maximal 2.000 Flaschen gemacht, also ist er in all seiner Genialität zugleich eine echte Rarität. Das ist eine unglaubliche Perfektion der Verführung. Ein Finesseteil der allerersten Liga.

Jahrgangsbericht

2021 ist DER Jahrhundertjahrgang im Piemont, der von Anfang bis Ende derart perfekte Bilderbuch-Bedingungen lieferte, wie es nur ganz, ganz selten der Fall ist. Viele Winzer sprechen bei 2021 sogar vom besten Jahrgang ever! Der Winter 2020 war nass und kalt, er füllte die Wasserreserven der Böden mit ausreichend Regen und Schnee auf. Ein idealer Start für den Jahrgang 2021. Durch die regelmäßige Entwicklung der Vegetation in den Weinbergen waren die Monate April, Mai und Juni relativ entspannt in den Weinbergen zu bearbeiten. Nur wenige Winzer waren von Frost betroffen, der ihren Ertrag reduzierte. Nach der Blüte entwickelten sich ziemlich überall gleichmäßig auf die Weinstöcke verteilte Trauben in guter Konzentration. Zu Beginn des warmen Sommers fiel genau die richtige Menge Niederschlag in regelmäßigen Abständen. Erst im Spätsommer begann eine lange, trockene Durststrecke für die Reben, die bis 2023 andauerte. 2021 gab es keinerlei Hitzespitzen und die regelmäßig warmen Tagestemperaturen wurden im Spätsommer mit kühlen Nächten ausgeglichen. Insgesamt sind die durchschnittlich wärmeren Temperaturen – die laut vieler Winzer generell seit 2017 spürbar angestiegen sind – das Haupt-Unterscheidungsmerkmal zum großen Jahrgang 2016. 2021 zeigt sich dadurch in den Weinen mit mehr Frucht und »Fleisch auf den Rippen« als 2016. Die konzentrierten Trauben erreichten eine perfekte Phenol- und Zuckerreife. Sie konnten kerngesund unter idealen Bedingungen gelesen werden. Nebel am Morgen, sonnige Tage und kühle Nächte. Die Nebbiolo liebt diese großen Temperaturunterschiede zwischen den Tages- und Nachttemperaturen ganz besonders, deshalb ist die Balance der Weine dieses Jahr so herausragend und beeindruckend. Die Konzentration der reifen Tannine im Zusammenspiel der schicken Säure und berauschend reifer, saftiger Frucht ist schlichtweg phänomenal! 2021 ist ein perfekter Jahrgang, den kein Piemont-Fan verpassen sollte.

Mein Winzer

Giuseppe Mascarello

Die Familie Giuseppe Mascarello, vorher Mauro Mascarello, kann auf eine 150-jährige Tradition im Weinbau zurückblicken. Richtig berühmt wurden sie durch die genialen Weine der Monopollage MONPRIVATO in Castiglione Faletto.

Barolo Villero 2021