Giuseppe Mascarello: Barolo Santo Stefano di Perno 2021

Giuseppe Mascarello: Barolo Santo Stefano di Perno 2021

Weinclub

Limitiert

Zum Winzer

Nebbiolo 100%
rot, trocken
15,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2047
voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
strukturiert
Lobenberg: 97/100
Italien, Piemont
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Santo Stefano di Perno 2021

97
/100

Aus Perno, in der Appellation Monforte kommen die kräftigsten, tiefsten und würzigsten Weine von Giuseppe Mascarello. Das liegt an den eisenhaltigen, roten Lehmböden mit hohem Tonanteil auf ungefähr 300 Höhenmetern. Der Santo Stefano liegt genau im Dreieck zwischen den Dörfern Monforte, Serralunga und Castiglione, und ist sehr nah an der Spitzenlage Ginestra gelegen. Im Beton vergoren, mit langem Schalenkontakt. Ausbau in großen Stockinger Holzfässern von 6.500 Litern. Traditionell eben. Alle Barolo bleiben bei Giuseppe Mascarello 36 Monate lang im Holzfass. Leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Hier haben wir dichte, saftige, kräftige rote Herzkirschen und auch schwarze Frucht. Brombeeren, Cassis, das hat beinahe exotische Anklänge mit einem Hauch Marzipan, Leder und erdigem Herbstwald. Im Mund haben wir eine präsente Struktur mit feinen, griffigen, beinahe sandigen Tanninen, die sich fein-kalkig im Mund anfühlen. Auch hier hat der Wein ordentlich Druck und schiebt mit Power und dunkler Brombeer- und Pflaumen Frucht. Rote Blüten machen hier und da eine Appearance, aber der Kern des Weins ist Druck, dunkle Frucht und intensive Tannine. Minuten nach dem Schlucken tauchen mit Überraschungseffekt saftiger Pfirsich und intensive Veilchen im Mund auf. Ein Bodybuilder im Tütü. Ganz viel Blockbuster-Power und doch auch ein bisschen verspielt.

Jahrgangsbericht

2021 ist DER Jahrhundertjahrgang im Piemont, der von Anfang bis Ende derart perfekte Bilderbuch-Bedingungen lieferte, wie es nur ganz, ganz selten der Fall ist. Viele Winzer sprechen bei 2021 sogar vom besten Jahrgang ever! Der Winter 2020 war nass und kalt, er füllte die Wasserreserven der Böden mit ausreichend Regen und Schnee auf. Ein idealer Start für den Jahrgang 2021. Durch die regelmäßige Entwicklung der Vegetation in den Weinbergen waren die Monate April, Mai und Juni relativ entspannt in den Weinbergen zu bearbeiten. Nur wenige Winzer waren von Frost betroffen, der ihren Ertrag reduzierte. Nach der Blüte entwickelten sich ziemlich überall gleichmäßig auf die Weinstöcke verteilte Trauben in guter Konzentration. Zu Beginn des warmen Sommers fiel genau die richtige Menge Niederschlag in regelmäßigen Abständen. Erst im Spätsommer begann eine lange, trockene Durststrecke für die Reben, die bis 2023 andauerte. 2021 gab es keinerlei Hitzespitzen und die regelmäßig warmen Tagestemperaturen wurden im Spätsommer mit kühlen Nächten ausgeglichen. Insgesamt sind die durchschnittlich wärmeren Temperaturen – die laut vieler Winzer generell seit 2017 spürbar angestiegen sind – das Haupt-Unterscheidungsmerkmal zum großen Jahrgang 2016. 2021 zeigt sich dadurch in den Weinen mit mehr Frucht und »Fleisch auf den Rippen« als 2016. Die konzentrierten Trauben erreichten eine perfekte Phenol- und Zuckerreife. Sie konnten kerngesund unter idealen Bedingungen gelesen werden. Nebel am Morgen, sonnige Tage und kühle Nächte. Die Nebbiolo liebt diese großen Temperaturunterschiede zwischen den Tages- und Nachttemperaturen ganz besonders, deshalb ist die Balance der Weine dieses Jahr so herausragend und beeindruckend. Die Konzentration der reifen Tannine im Zusammenspiel der schicken Säure und berauschend reifer, saftiger Frucht ist schlichtweg phänomenal! 2021 ist ein perfekter Jahrgang, den kein Piemont-Fan verpassen sollte.

Mein Winzer

Giuseppe Mascarello

Die Familie Giuseppe Mascarello, vorher Mauro Mascarello, kann auf eine 150-jährige Tradition im Weinbau zurückblicken. Richtig berühmt wurden sie durch die genialen Weine der Monopollage MONPRIVATO in Castiglione Faletto.

Barolo Santo Stefano di Perno 2021