Frontonio: Telescopico 2022
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- Garnacha 48%, Garnacha Peluda 28%, Mazuelo 24%, Diverse 2%
- rot, trocken
- 13,5% Vol.
- Trinkreife: 2025–2041
- fruchtbetont
- pikant & würzig
- seidig & aromatisch
- Lobenberg: 95/100
- Parker: 94/100
- Suckling: 93/100
- Penin: 93/100
- Spanien, Aragonien, Calatayud
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Frontonio, Av Maria Zambrano 31 50018 Zaragoza SPANIEN
Heiner Lobenberg über:
Telescopico 2022
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Wie alles beim Mikro-Weingut Frontonio ist auch der Telescópico ein extrem rarer Wein und ein Paradebeispiel für die neue spanische Eleganz. Diese Cuvée stammt von über 50 Jahre alten Buschreben aus verschiedenen Hochlagen-Parzellen auf über 800 Metern Höhe, geprägt von Schiefer und Kalkstein. In diesem Jahr wurde die Selektion durch neue Weinberge in Alpartir und Morata weiter verfeinert, was die Präzision nochmals steigert. Vergoren mit einem hohen Anteil an Ganztrauben (bis zu 80 %) in Zement und für 12 bis 14 Monate in großen, ovalen Fudern ausgebaut, steht die vibrierende Frucht ganz klar im Fokus. Was für eine verführerische Nase: saftig, hell und von einer mineralischen Spannung durchzogen, die fast eher an einen großen Pinot Noir erinnert als an eine klassische Garnacha. Das Bouquet verzaubert mit Aromen von Granatapfel, Rosenblättern, wilden Buschwaldkräutern und einer feinen Note von Blutorange. Richtig feine Kirschfrucht, Veilchen und etwas kühler Waldboden paaren sich mit süßen Gewürzen und einem Hauch von Feuerstein. Im Mund zeigt sich eine perfekte Harmonie aus extrem feinem Tannin und dieser satten, seidigen Schwarzkirsche, kombiniert mit süßer Walderdbeere und Himbeere. Der Wein ist „incisive“ und hochelegant, mit einer mittleren Statur und einer Frische, die für die heiße Region Valdejalón fast schon sensationell ist. Alles ist leicht ätherisch unterlegt mit Noten von Orangenöl, Balsamico und einer genialen Würze im Abgang. Ein ultraschicker Hochlagen-Garnacha-Blend, der trotz seiner Komplexität einen unfassbaren Trinkfluss besitzt und eine Dimension von Mineralität zeigt, wie man sie nur in wirklich großen Weinen findet. Ein absoluter Preis-Genuss-Champion, der mit seiner lebendigen Säure und seiner puren, unverfälschten Art einfach nur ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Jahrgangsbericht
Da ich als zuständiger Weinscout inzwischen einen Teil meiner Jahreszeit in Spanien verbringe, bin ich über Wetter und Klima vor Ort permanent gut im Bilde. Trockenheit, Hitze, wenige guten Regenfälle vor allem in den ersten 4 Monaten. Weil es im Winter wie auch im März April satt Regen gab, war die Basis für den trockenen Sommer perfekt. Und Wärme gab es auch zum Austrieb und auch zur Blüte, sich wie ein roter Faden bis zur Ernte ziehend. Dazu erstaunlich kühle Nächte im Mai, Juni, Juli und August, aber ein eher warmer trockener Spätsommer und Herbst. Die Story der großen Trockenheit wurde mir von jedem Winzer immer wieder erzählt. Und diese Story ist oft baugleich zu Bordeaux, das ja oft die gleiche Wetter- und Klimageschichte wie alle mittleren und östlichen Nordregionen Spaniens über das Jahr hat. Selbst die atlantischen frühen September-Unwetter und Regenmengen in Bordeaux und der Rioja bleiben seit dem Klimawandel oft aus, fast immer kann jetzt im September und Oktober in Ruhe bis zum optimalen Erntezeitpunkt gewartet werden. Die Ernte wurde nach etwas glücklichem kleinen Regen im Juli und August somit teilweise über 6-8 Wochen gestreckt. Die absolute Besonderheit in 2022 war aber auch in Spanien der kontinuierliche Verlauf der Trockenheit und Hitze und die relativ kühlen Nächte über das sommerliche Weinjahr. Die Reben waren 2022 perfekt assimiliert an das Klima. Trotz der Hitze war nichts gekocht, die Laubarbeit und Bodenbearbeitung der Winzer war dem Klima über die Jahre perfekt angepasst, eine perfekte Anpassung der Reben fand statt, war ganz anders als im von plötzlichen Hitzewellen dominierten Schock-Jahr 2003 mit schlecht präparierten Winzern und Weinbergen. Und auch 2022 gibt es, wider Erwarten von uns Laien, trotz oft hoher Alkoholgradationen eine erstaunliche Frische in den Weinen. Tiefe PH-Werte sind die Regel, die Biodynamiker sprechen von den tiefsten je gemessenen Werten. In Zusammenhang mit oft hohen Tanninlevel, hoher Reife, satter samtig seidiger Frucht, hohem Alkohol und zugleich famoser Säure, sprechen viele Winzer vom besten Jahr ihrer Geschichte (Oxer, Artadi und Cuentavinas), und das von der Rioja bis Ribera, vom Priorat bis Bierzo. ALLE Regler nach rechts! Und es gibt 2022 eine grandiose Harmonie und Balance und sensationelle Finesse und Feinheit. Wie in Bordeaux. Nach meiner Verkostung kann ich das durchaus in vielen Fällen bestätigen, obwohl es auch 2021 hochinteressante, oft sogar aufregendere und energiegeladenere Weine und oft sogar präzisere Weine gab. Für mich selbst war, von Einzelfällen abgesehen, 2021 und 2022 bei absolut verschiedenem Charakter eher auf gleicher Höhe, manchmal sogar mit leichtem Vorteil bei 2021. Wer z.B. 2022 bei so viel Feinheit zu viel neues Holz einsetzte oder die Weine zu lange im Holz ließ, konnte die Weine mit ihrer samtigen Seidigkeit auch mal zu »nett«, zu holzlastig und auch manchmal etwas belanglos ausfallen lassen. 2021 hatte klar mehr Druck und Wucht, um neues Holz wegzudrücken. Und wie in Bordeaux gilt auch in Spanien: Die besten Terroirs und alten Reben waren 2022 dramatisch im Vorteil und die Biodynamiker hatten »das Jahr der Jahre«.
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Parker über: Telescopico
The 2022 Telescópico Garnacha · Garnacha Peluda · Mazuela is a blend from different vineyards in the villages of Alpartir, Inogés and Morata, with some new vineyards in 2022, all higher altitude (800-plus meters in elevation) and old; so, it's an improvement in the origin of the cuvée. It's bright, precise and fresh, produced with full clusters in concrete and matured mostly in oak foudre and 500-liter barrels for one year, which gives it some spiciness that I didn't see in other reds from the vintage. It's neatly balanced, with amplitude and complexity, with flowers, berries and herbs, even with citrus, and it has a medium-bodied palate. This overdelivers for the price. 13.219 bottles produced. It was bottled in July 2024.
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Suckling über: Telescopico
This shows pomegranates, rose petals and blood oranges on the nose. The palate is juicy and balanced, with awesome freshness and subtle fruit. Harmonious, elegant and incisive. Fermented with 80% whole clusters. From vineyards in Alpartir and Morata. A blend of garnacha, garnacha peluda, carinena and others. Aged for 12 to 14 months in large oval foudres.,
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Penin über: Telescopico
Leuchtendes Kirschrot. In der Nase süße Gewürze, Buschwaldkräuter, rote Früchte und Wildkräuter. Im Mund würzig, balsamisch mit schöner Säure.
Frontonio
Angefangen hat bei Fernando Mora alles mit seiner Badewanne zu Hause in Saragossa, dort machte er seine ersten Gehversuche als Winemaker. Und das Ergebnis war durchaus trinkbar. Hochmotiviert war das der Anlass, nach geeigneten Weinbergen und Parzellen zu suchen.