Der Weinberg für diesen Wein liegt in der Côte de Sezanne, also zwischen der Côte des Bar ganz im Süden und dem Zentrum der Champagne im Norden. Der Petit Meslier ist ein Verwandter des Savagnin aus dem Jura, er hat also eine recht hohe Säure bei gleichzeitig hoher Reife. Es ist sehr interessant für den Klimawandel laut Etienne, er hat sogar noch etwas nachgepflanzt. Die Reben hat immer eine gewisse Krautwürze. Meslier steht hier in Mischpflanzung mit Pinot Blanc, der etwas runder ist und Arbanne – einer alten, ebenfalls kaum noch genutzten Sorte der Champagne. Es ist eine Mischpflanzung, alles zusammen geerntet und gepresst. Der Grundwein wird zu 100 Prozent in Demi-muids (600 Liter) spontan vergoren und ausgebaut. Keine Filtration, keine Schönung. Es ist also ein Blanc des Blancs, aber etwas anders als man es gewohnt ist. Er hat eine ähnliche Frische wie ein Chardonnay, ist aber texturierter, ausladender, zieht etwas mehr in die Horizontale, das Salz zieht aber immer mit, sodass es nie zu breit wird. Breite gibt es bei Calsac ohnehin nicht, er hasst fette Weine, in dieser Domaine geht es straff und salzig zu. Wir haben weißen Pfirsich, Yuzu und getaostetes Brioche, Meersalz und Zitronengras. Ein brutal straffer, mineralischer Antritt, die Augen werden schmal. Das ist schon ziemlich rasant und kompromisslos, was Calsac abfüllt. Winzerchampagner vom Feinsten in einem wahnsinnig steinigen Stil, ungeschönt und puristisch. Les Revenants wird nur in winziger Auflage erzeugt.,