Eastern Peake Winery: Mount Block Pinot Noir 2023

Eastern Peake Winery: Mount Block Pinot Noir 2023

Zum Winzer

Pinot Noir
rot, trocken
11,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2038
seidig & aromatisch
pikant & würzig
Lobenberg: 96–97/100
Suckling: 95/100
Winepilot: 96/100
The Wine Front: 94/100
Australien, Victoria
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Mount Block Pinot Noir 2023

96–97
/100

Der Mount Block steht auf 430 Höhenmetern auf grauem Lehm und verwittertem Basaltboden direkt hinter dem Weingut mit einem wunderbaren Ausblick auf den Mount Bolton. Wie immer bei Eastern Peake biologisch bewirtschaftet. Bisher wurde der Wein nur 2012, 2016 und 2023 separat abgefüllt. Die Trauben wurden nach der Lese vollständig entrappt und im 3.000 Liter fassenden Betonfermenter spontan mit wilden Hefen vergoren und während der Gärung einmal täglich übergepumpt, dann in der traditionellen Korbpresse gepresst und in 228L Barriques verschiedener französischer Küfer (hauptsächlich Siruge & Dominique Laurent, 30 Prozent davon waren neu) umgefüllt. Ende März 2024 aus den Fässern für ein paar Monate in Edelstahltanks umgefüllt, dann ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. Mittleres leuchtendes Rubinrot. Die Weine von Eastern Peake erstaunen mich immer wieder aufs Neue! Ich bin tatsächlich der Meinung, dass wir das Zeitalter überschritten haben, in dem Weine aus den USA, Australien oder Neuseeland – je nach Rebsorte – mit dem Burgund oder dem Bordeaux verglichen werden. Die besten Winzer arbeiten heute auf allen Kontinenten qualitativ hochwertig und nach dem neuesten Wissensstand der Perfektion entgegen. Der Weinbau selbst hat mittlerweile zu Recht oft die wichtigste Rolle eingenommen – großer Wein entsteht in den Weinbergen. So ist das auch hier, denn Owen Latta ist ein Nerd / Geek in Sachen Farming und Weinbau! Zurück zur Nase, denn die versetzt mich unweigerlich in Richtung Gevrey-Chambertin oder in Richtung Ladoix von Prieuré Roche. I just can’t help it! Dieser Stoff ist so vielschichtig duftend und von so unglaublich viel zarter Feinheit geprägt. Ich probiere den Wein über zwei Tage hinweg immer wieder und kann seine tiefgehende Erdigkeit immer noch nicht fassen. Alles beginnt mit schwebenden, tänzelnden und ultra verspielten Aromen getrockneter Blüten, die aus dem Glas schweben. Potpourri und etwas duftende Rose legt sich über den samtigen Teppich der Frucht. Verzückend und einfach nur schön – am liebsten möchte man das Glas gar nicht mehr absetzen. Darunter sind saftige, aromatische rote Kirschen, Sauerkirschen, Hibiskus, Pflaumen, auch Brombeerstrauch mitsamt den Blättern und etwas Granatapfel und Cranberry. Die Fruchtaromen präsentieren sich komplett reif, aber knackig und im perfekten Moment geerntet. Die beinahe mystische erdige Mineralik, für die ich den (besonders in diesem Preisbereich ganz klar mutigen Vergleich!) mit den genannten Burgundern ziehe – wie Mergel und roter Ton – ist anhaltend präsent. Der Wein ist bescheiden, nicht laut, und von schier unglaublicher Klasse. Etwas Lorbeerblatt, Muskatnuss und braune Gewürze mit finessenreich verwobenen, beinahe nicht merklichen Noten getrockneter Kräuter. Im Mund hat der Wein energetische Frische! Rote Johannisbeeren, rote Kirschen, Brombeeren und Maulbeere. Die Frische dieses Weins auf der Zunge haut mich aus den Socken! Alles scheint perfekt, am rechten Fleck. Mit 12% Vol. ist der Wein schlank, aber dennoch alles andere als »dünn«, sondern wohlproportioniert. Die vielen Tannine sind geschliffen und verpuffen wie vom Zauberstab berührt. Magie in Weinform! Im Nachhall ein Touch Bitterschokolade, Hibiskustee, schöne bittere, getrocknete mediterrane Kräuter und ein Sammelsurium frisch geernteter Beeren mit viel Spannung auf der Zunge. In Summe haben wir hier eher helle Töne im Glas, eine Arie im Vergleich zu den eher dunkleren Tönen von Felton Road aus Neuseeland. Vom Gewicht her hat der Mount Block zwar etwas wesentlich leichteres, federleicht Schwebendes im Vergleich zu Prieuré Roch, aber er löst dennoch eine ganz ähnliche Faszination aus. Ich probiere ihn im Alter von zwei Jahren, er ist schon wunderbar zugänglich. Ich bin überzeugt, dass er nach ein paar Jahren im Keller noch genialer wird. Beinahe großer Stoff – vielleicht ist diese zart schwebende, perfekte Balance und das aromatische Wunder auch schon groß. Ich bin auf jeden Fall verzaubert!

95
/100

Suckling über: Mount Block Pinot Noir

Bright, fresh and with just the right amount of funk to make this quite appealing. Aromas of red cherries, wild raspberries, blood oranges, flowers, graphite, cured meats, forest floor and spices. The palate is light- to medium-bodied with finely tuned tannins and a tightly wound mouthfeel that leads into a mineral-edged finish. Delicious. Drink or hold.

Verkostungsnotiz
96
/100

Winepilot über: Mount Block Pinot Noir

This block was established in 1994, all MV6 and sits at 430m in altitude. Only two other single bottlings have been created in the past, being 2012 and 2016. Typically this forms a large part of Intrinsic, with this vintage getting a little special attention from a few choice barrels. Destemmed to 3000L concrete fermenters, indigenous yeast, daily pump overs and basket pressed to French barriques (Siruge and Dominique Laurent) of which 30% was new. With additional time in stainless tank for settling. Crimson hues begin in violets and Wisteria and move into the Davidson plum and blackberry territory. There is power and muscle here with a cloak of very powdery tannins. A middle palate moment of pause, some plump mulberry and clove. Bitter dark chocolate and Christmas spices. A fascinating first look at the Mount Block and a wine with plenty of intrigue and cellar potential. Choose tenderloin or scotch fillet for this.

Mein Winzer

Eastern Peake Winery

Owen Latta ist DAS Winzer-Wunderkind Australiens. Genialer Wein und coole Etiketten. Eastern Peake ist meine spannendste Entdeckung der südlichen Hemisphäre!

Mount Block Pinot Noir 2023