Domaine William Fevre: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine 2023

Domaine William Fevre: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine 2023

BIO

Limitiert

Holzkiste

Zum Winzer

Chardonnay 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2053
Verpackt in: 6er OHK
exotisch & aromatisch
mineralisch
voll & rund
Lobenberg: 97–98/100
Parker: 95/100
Bettane: 95/100
Revue du Vin de France: 95/100
Jasper Morris Inside Burgundy: 94/100
Frankreich, Burgund, Chablis
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine 2023

97–98
/100

Der Name der Lage leitet sich wahrscheinlich von „perreuse“ (steinig) ab. Unterhalb dieser Lage verlief eine alte römische Straße mit diesem Namen. Les Preuses liegt auf dem besten Kalksteinterroir Chablis überhaupt. Die Lagen sind sehr frostanfällig, hier direkt an der Grenze zum Fluss. Sehr hoher Kalksteinanteil. In der Domaine William Fevre gibt es eine kleine Wassersprenkler-Anlage für den Frostschutz, um die Trauben in einen Wassernebel einzuhüllen. Das gefrierende Wasser schützt vor stärkerem Frost. Auch gibt es verlegte Elektrokabel für Wärme. Das ist eine Besonderheit, weil sie sonst zu häufig in Les Preuses einen Großteil der Ernte verlieren könnten. Die Domaine besitzt hier 2,5 Hektar in Süd-Südwest-Ausrichtung. Nach der Handlese wird kurz abgepresst (2 Stunden) und ohne Pumpen nur mit Hilfe der Schwerkraft in 60% gebrauchte Barrique und 40% Edelstahltanks überführt und spontanvergoren. Danach Ausbau über 14 bis 16 Monate ebenfalls zu 60% im gebrauchten französischen Holz, der Rest im Edelstahl. 6 Monate auf der Feinhefe. Die Lage Les Preuses muss sich häufig mit Les Clos und vielleicht manchmal Blanchot um die Krone im Chablis balgen, fast immer ist Les Preuses der Sieger für mich. Les Preuses grenzt direkt an Fourchaume an, dem wahrscheinlich besten 1er Cru neben Vaulorent. Chablis wird ja in der Regel viel früher auf den Markt gebracht als die großen weißen Burgunder. Auch weil die Charakteristik eines Chablis viel mehr in Richtung Frische geht. Für mich sind die besten Chablis eben jene mit einer leicht grünen Frucht, einer strukturierten Straffheit und einer ausgeprägten Mineralik. Les Preuses hat diese Erhabenheit, die kaum ein anderer Wein aus Chablis hat. Schon in der Nase ist er schwebend, mit satter Mineralität, Stein und Feuerstein ausstrahlend. Fast ein wenig an einen großen Sancerre oder Puilly-Fumé erinnernd. Gar nicht unbedingt Chardonnay-artig in dieser Feinheit, Fruchtigkeit und Frische. Und in einem so straffen und intensivem Fruchtjahr haben wir dann eine so klare Sauvignon-Affinität. Feine Melone, weißer Pfirsich, ein bisschen grüne Früchte dazu, Grapefruit, Orangenzesten. Dann kommt langsam eine Blumigkeit mit etwas Jasmin und straffe Netzmelone neben unreifer Birne. Sehr lang, dicht und aromatisch. Aber eben nicht schwülstig, sondern straff. Im Hintergrund schwingen immer Feuerstein und Kalkstein mit. Im Mund eine unglaubliche Power, so viel Druck ausstrahlend. Leichte Adstringenz, leichte Schärfe mit weißem Pfeffer, Minze. Auch eine tolle Krautwürze mit Estragon und Thymian gesellt sich dazu. Mit dieser straffen, weißen Melonenfrucht neben Grapefruit und Orangenzesten. Und auch immer wieder Stein, Feuerstein und Kalk, Salz an der Seite. Langer Nachhall. Für mich sind das genau die Chablis, die ich für groß halte. Denn wenn ich etwas fettes, reiches möchte, dann greife ich zu einem Puligny-Montrachet, etwas straffer in Chassagne, hocharomatisch in Meursault. Aber wenn ich Power und straffe Eleganz und Struktur möchte, mit Steinigkeit und Frische, noch dazu Schlankheit, dann muss es Chablis sein.

95
/100

Parker über: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine

Sourced from an east-facing slope that yields one of the racier and more ethereal wines in the range, the 2023 Chablis Grand Cru Les Preuses opens with aromas of oyster liquor, orange peel, white flowers and lemon oil. Medium- to full-bodied, taut and tensile, it is nakedly chalky, incisive and searingly saline. The site is so steep that special cable equipment is employed for its cultivation.

Verkostungsnotiz
95
/100

Bettane über: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine

In early 2024, Artémis decided to sell its Chablis vineyard to the Rothschild family (Lafite branch), but Didier Séguier, who has been in charge since 1998, remains at the helm, so things are unlikely to change significantly. The wide range allows all the terroirs concerned to express themselves fully, in a style of winemaking that often allows the wines to be enjoyed fairly young, which is an asset for restaurants, without compromising their potential for long aging. The estate has just built a terrace in the heart of the Valmur grand cru, with a panoramic view of the entire vineyard: the ideal place to contemplate Chablis in peace and quiet.,Translated with DeepL.com

Verkostungsnotiz
95
/100

Revue du Vin de France über: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine

Among the grands crus, Les Preuses shines with its airy elegance: it almost feels like walking on chalk. This wine, with its great purity, fully expresses the fruit of the vintage, which subtly complements its minerality. The terroir here will fully express itself over time.,Translated with DeepL.com

Verkostungsnotiz
94
/100

Jasper Morris Inside Burgundy über: Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine

The usual lime tint to the pale colour. Wonderfully chiselled, not seeing the sunshine here, just the vineyard. A burst of concentrated fruit through the middle, a pure kimmeridgian streak of energy, breadth and depth together, powerful all the way through. Drink from 2030-2040. Tasted Jun 2024.

Mein Winzer

Domaine William Fevre

Für »Maison Fèvre« wird doppelt so viel abgefüllt wie für die Domaine Fèvre, dementsprechend groß ist auch der Unterschied in der Qualität. Die Domaine ist nur biologische Weinbergsarbeit, was bei „Maison“ natürlich nicht der Fall ist, schon daher darf man diese beiden Teile qualitativ nicht...

Chablis Grand Cru Les Preuses Domaine 2023