Der Wein wächst weit im Norden bei Dijon, auf einem Terroir namens Daix. Eine kühle, waldige Ecke, sehr nah an der Stadt. Es ist ein bisschen ein Hotspot, der in den letzten 10 Jahren mehr und mehr wiederbelebt wurde. Es gab bis zur Reblauskrise sehr viel Weinbau direkt in und um Dijon, danach verschwand er fast komplett. Erst in den letzten Jahren und mit Hilfe einiger engagierter Winzer kommt wieder mehr Dynamik in den Weinbau der Stadt und Dijon selbst finanziert auch einiges mit, um die historischen Rebflächen wieder zu rekultivieren. Die Nase ist sehr klar, fast kristallin, grüne Birne und Granny Smith, ein bisschen Abrieb von der Pampelmuse, feiner Akazienhonig. Es erinnert mich initial sogar ein bisschen an einen Riesling in dieser Puristik. Der Mund ist knackig, frisch und fest gebaut. Die leicht zitrisch angehauchte Säure schiebt den Wein nach vorne, elektrisch, ein bisschen rustikal, wie es eben typisch ist für Aligoté. Eine Leberkäsesemmel mit süßem Senf und ein Glas von diesem Stoff – ca va bien!