Die 2023er Weißen haben einen eleganten, feinen und sehr klassischen Charakter. Die Abfüllung wird daher regulär im März/April 2025 stattfinden, wie üblich für klassische Jahrgänge. Auch dieser Wein ist natürlich biodynamisch, er wurde komplett in gebrauchtem Holz vergoren und ausgebaut. Die Nase zeigt eine intensive Frucht mit einem ganz zarten Hauch von Exotik, Sternfrucht, weißer Pfirsich, weißer Pfeffer, Kumquat und etwas Ingwerschale. Die Salzigkeit haftet lange auf der Zunge nach, zieht und zieht aus kalkigem Grip. Dieses Finale furioso kann so eben nur Perrieres, das ist ein wahres Feuerwerk an Mineralität. Diese Puristik und Transparenz fürs Terroir hatte ich in 2023 gar nicht erwartet, es ist sogar noch etwas ziselierter und in sich gekehrter als das sehr offenherzige 2022, zumindest in Weiß. Trotz all seiner unterliegenden Kraft, bleibt das in 2023 ein erstaunlich kühler, steiniger, feiner Wein mit einem Touch mehr charmanter Frucht als in Jahren wie 2020. Er braucht ein paar Jahre Zeit, aber es kann zu den Großen gehören, zumindest bei Domaines wie Pierre Morey.