Einer der sehr wenigen und daher extrem seltenen Weißweine von Maxime Cheurlin-Noellat. Da die Domaine aus Vosne keinen Lagenbesitz in Chassagne hat, stammen die Trauben aus langfristigen Verträgen. Alles wird in der Domaine Georges Noellat ausgebaut und abgefüllt. Das Jahr 2023 ist wie 2022 eher auf der reicheren Seite, allerdings etwas feiner und frischer als das Vorgenannte. Die Wärme des Jahrgangs ist in der feinen Exotik spürbar, Passionsfrucht und Mirabelle, Brioche, Bienenwachs, Waldmeister. Feine Konzentration, aber keine Wucht, fließt geschmeidig und rund über feine, kalkige Mineralität. Der Morgeot ist eine Gourmandise mit genug Power für ein großes Essen.
Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.