Eine etwas flachgründigere Lage, mit hohem Tonanteil zum Kalkstein. Das heißt eine relativ reife, warme Lage, die Lamy relativ früh reinholt bei der Ernte. Dennoch eröffnet Les Concis du Champs eher scheu, zeigt keine laute Frucht oder andere Extreme. Sehr sublim, geschliffen, ein Hauch weißer Frucht, leicht feuersteinige Reduktion, Kalkstaub, Zitronenabrieb, mit Luft kommt etwas mehr grüne Mandarine durch. Lamys Stil ist durchaus schlank und sehr fokussiert, aber von den extrem früh gelesenen Trauben mit sehr viel Reduktion und unreifer Frucht hält er nichts. Er sucht schon die Reife im Wein, die Konzentration und den Druck. Er erzielt dies über sehr niedrige Erträge und einen ausgewogenen Lesezeitpunkt. Im Mund kommt etwas grüne Birne und auch Williamsbirne, Anis und Fenchelgrün. Feuerstein in der typischen spannungsgeladenen Frucht von Chassagne, alles ist hell und strahlend mineralisch, kaum einer bringt das so pur und klar in die Flasche wie Olivier Lamy. Ein Wein, der puristischer kaum sein könnte, weil er nicht vom Holz getragen wir und dennoch ist er keineswegs schlank, eben einfach sehr balanciert.