Der Wein ist zusammengesetzt aus zwei Village-Lagen im Süden der Gemeinde, zusätzlich ist hier abgestuftes Material aus dem 1er Cru Aux Brûlées drin, sowie Trauben des nördlichen Teils dieser Lage, die nur als Village klassifiziert ist. Zugleich sind hier die jüngeren Reben aus den Grands Crus von d’Eugenie mit drin. Das ist also ein mehr als hochklassiger Village. Ausbau mit rund einem Viertel Neuholzanteil. Das Ganze wird schon gemeinsam gepresst und cuvetiert im Fass ausgebaut. Die 2023er werden im Februar 2025 abgefüllt. Im Vosne Village haben wir rund 15 Prozent Ganztrauben und ein Viertel Neuholz. Ein kristallklarer Wein in 2023, wirklich Felsenwasser, Herzkirsche und etwas roter Pfeffer darüber. Der Mund ist fest gebaut, zeigt eine hohe innere Konzentration, mit pudrig feinen Tanninen. In der Nase eine sehr pure Amarenakirsche, ein Hauch Kakao, frische Erde und geröstete Espressobohnen. Kommt mit schöner Süße, aber zugleich auch etwas herb und reduktiv-steinig. Am Gaumen überraschend frisch und präzise, im Antrunk dominiert zunächst eine rassige Sauerkirschfrucht, die dann im Ausklang zur Schwarzkirsche mutiert, also langsam etwas dunkler und druckvoller wird. Immense Konzentration, dennoch verblüffend geradlinig und geschliffen dabei. Das ist schon genial dieses Jahr.
Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.