Es gab 2022 eine Ernte von sieben Fässern, davon waren 5 neu im Ausbau, also ein recht hoher Anteil. 2021 gab es nur drei Fässer. Rund 80 Prozent Ganztrauben, die man keineswegs spürt. Das ist der Fall für alle 1ers und Grans Crus in 2022. Mit der höchste Rappenanteil bei d’Eugenie in diesem Jahr, aber der Wein nimmt das perfekt mit, es gibt hier keinerlei Härte. Der Grands Echezeaux ist schon im Duft etwas seriöser als der Echezeaux, kommt steiniger und rauchiger, etwas dunkler in der Auslegung. Aber auch er hat 2022 eine irre Gourmandise, so fein und duftig, Lavendel, Veilchen, Garrigues, Lorbeer und Rosenblätter. Dazu Himbeermark und saftig-reife Brombeere, was für eine Duftorgie, die im Mund nochmal durchrollt. Normalerweise ist der Grands-Echezeaux immer der etwas fertigere und komplettere Wein in der Probe im Vergleich zum Echezeaux, weil der Echezeaux von d’Eugenie eine sehr kühle Parzelle in Nordexposition Richtung Chambolle ist. Dieses Jahr allerdings ist der Grands-Echezeaux der Vin de Garde. Er hat eine unglaublich dichte Struktur, brachial konzentriert in den Gerbstoffen, total poliert und samtig-weich zwar, aber massenhaft im Mund. Alles wird eingenommen, mit Kalkstein und dunklerem Lavagestein zutapeziert. Ein riesiger, langer, steiniger Abgang, der keine Gefangenen macht, aber auch ganz deutlich zeigt, wie viel Zeit der Wein 2022 braucht. In diesem Jahr könnte ausnahmsweise mal der Echezeaux das Charmewunder sein.