Die seit 2004 biodynamisch arbeitende Domaine sitzt in Morey-Saint-Denis, seitdem wird auch nur noch mit dem Pferd gepflügt. Die Domaine ist Mitglied im Biodyvin-Verband. Die meisten Lagen der 15 Hektar befinden sich in Morey, Chambolle und Gevrey. Geleitet wird die Domaine heute von Cyprien Arlaud. Selektive Handlese mit anschließend händischer Auslese am Sortiertisch im Weingut. Alles wird spontan vergoren, Schwefel nur minimal eingesetzt und meist erst zur Abfüllung zugegeben. Die Moste und Weine können im »neueren« Keller in Morey-Saint-Denis komplett per Schwerkraft bewegt werden, selbst die Abfüllung erfolgt ohne Pumpen. Keine Schönung und bei den Roten keine Filtration, nur bei den Chardonnays eine leichte. Der Ausbau dauert in der Regel 14 bis 18 Monate und die Neuholzanteile liegen bei rund 25 Prozent, der Rest ist Zweit- und Drittbelegung. Der Clos de la Roche ist einer der legendären Grands Crus der Côte de Nuits. Immer ein extrem mineralischer, beizeiten fast abweisender Wein, der viel Zeit und Luft braucht. An manchen Stellen schaut der pure Felsen aus dem Boden, das schmeckt man dann auch. Im Gegensatz zum kühlen, feinen 2021 ist der 2022er deutlich dichter, etwas dunkler und tiefer schürfend im Tannin. Trotz seiner dunklen, steinigen Power hat er immer auch etwas Verspieltes, Blumiges in seinem Aroma, irgendwo zwischen Tulpen und Veilchen, dann schiebt die Brombeere nach, auch Cassis mit hoher Spannung. Energetisch und straff auch im Mund, der pikant und salzig ausklingt. Saftige Beerenfrucht trifft auf salzigen Felsen. Herbsaftig und tief in sich verwoben. Ein großer Pinot Noir, der ab 2030 erst so richtig warm läuft. Dennoch ist er aus den Händen von Arlaud natürlich eher auf der feinen Seite dieser Lage.