Der Wein wächst im Kreuznacher Hinkelstein, tonig-lehmige Böden, die mehr Kraft bringen. Hier gehen nur die selektiv ausgelesenen Trauben ein. Mindestens zwei Lesedurchgänge für vollreife, goldgelbe Trauben. Der Grauburgunder S bekommt eine längere Maischestandzeit vor dem Abpressen, allerdings immer weniger als 24 Stunden. Ausbau in zwei Stückfässern, eines Erstbelegung, eines Drittbelegung. Die Fässer sind von Hösch aus Hackenheim. Rund 8 Monate auf der Vollhefe vor der Abfüllung. Cornelius Dönnhoff sagt, dass er mit der Reife immer etwas aufpassen muss beim Grauburgunder, da hauen die Mostgewichte gerne recht schnell ab und deshalb muss er on-point gelesen sein, dass er nicht fett wird. Aber an der Nahe hat er eben auch immer mehr Spiel als in Baden, da kommt er nicht ganz so wuchtig daher, was ihm guttut. Rauchig-staubige Nase mit druckvoller, aber eleganter Frucht, gelber Pfirsich, Boskoop, ein Hauch Walnuss und Schwarztee, Rosenblätter. Im Mund etwas Sauerteig, total reife Apfel- und Pfirsichnoten. Sehr erdig, würzig, tief, warm, das Holz bändigt die Struktur und bringt ordentlich Schub mit. Imposanter Wein, wenn auch nicht auf dem Level des eleganteren Weißburgunders, dennoch sehr gut.