Chateau Villemaurine Grand Cru Classe 2022
- Merlot 85%, Cabernet Franc 15%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2029–2050
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- seidig & aromatisch
- Lobenberg: 97/100
- Jeb Dunnuck: 98/100
- Suckling: 95/100
- Bettane: 96/100
- The Wine Palate: 96/100
- Alexandre Ma: 96/100
- Galloni: 95/100
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Chateau Villemaurine, Lieu dit Villemaurine, 33330 Saint Emilion, FRANKREICH
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Villemaurine Grand Cru Classe 2022
/100
85 Prozent Merlot, zehn Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Der Alkoholgehalt liegt bei 14,5 Volumenprozent. Ultrafeine, harmonische, geschliffene Nase mit supersanften Tanninen. Im Mund tolle Frische! Wunderbare rote Frucht mit viel Druck, mit viel Salz. Das passt gut! Kein ganz großer Wein, aber ein feiner, harmonischer Wein mit unglaublicher Frische, fast rasiermesserscharfer Cranberry, roter Himbeere und Salz. Tänzelnd und schick! Extrem guter Erfolg – bester Villemaurine ever. 97100 *** Das Château gehört den gleichen Besitzern wie Soutard Cadet, Moulin du Cadet und Sansonnet. Vier Weingüter, die alle zwischen drei und sieben Hektar groß sind. In direkter Nachbarschaft auf dem reinen Kalksteinplateau gelegen. Önologischer Berater ist hier Hubert de Boüard von Angélus. Die jetzige Besitzerfamilie Lefévère kaufte Villemaurine erst im März 2021. Perfektes Terroir. Der belgische Vorbesitzer wollte verkaufen und da das Weingut in direkter Nachbarschaft zu den anderen Besitztümern der Familie liegt, haben die Lefévères es gekauft.
Jahrgangsbericht
2022 hatte den trockensten Sommer in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war insgesamt das heißeste Jahr seit 1947. Nicht so extrem und plötzlich heiß wie 2003, eher harmoniefördernd gleichmäßig warm und eben sehr trocken. Nachdem im November und Dezember 2021 satt Regen fiel, blieb es in den Folgemonaten trocken und warm. Die Reben konnten sich also bei gleichmäßiger Blüte langsam an die Trockenheit gewöhnen. Die Terroirs mit den besten Wasserspeicher-Eigenschaften und den sehr tief wurzelnden alten Reben konnten das Wasser-Reservoir des Winters und Frühjahrs nach früher und sonniger Blüte relativ problemlos durch den trockenen Sommer nutzen. Regen gab es erst wieder im Juni und dann in der zweiten Augusthälfte mit 30 bis 50mm. Danach blieb es sonnig und trocken mit einem langen »Indian Summer« bis weit in den Oktober und sogar November. Jeder konnte auf den perfekten Erntezeitpunkt warten, zumal es dank sommerlicher Stillstände keinen Zucker-Alkoholdruck gab. Wer mit alten Reben und perfekten Terroirs dann noch verschont wurde vom jährlich zunehmendem April-Frost und vom allzu häufigen Hagel des Frühsommers, konnte sich gerade als biologisch arbeitender Winzer über das, ob des Klimas, vollständige Ausbleiben von Fäulnis und Pilzkrankheiten freuen. Niemand musste auch nur irgendwas spritzen. Für Bio-Winzer mit alten Reben und superbem Terroir war 2022 ein so noch nie erlebtes, perfektes Jahr, zumal man sich über die vergangenen 10 extremen Jahre an die besser angepasste Laub- und Bodenarbeit gewöhnt hatte. Saint Emilions und Castillons Kalksteinfelsen, Pomerols und Fronsacs Lehmböden und die dicken Kieslinsen des Medocs hatten bei sehr altem Rebbestand bis auf den Malus kleinerer Erträge kaum Sorgen. Weniger, aber ein überragend intensiver Saft aus kleinen, dickschaligen, kerngesunden Beeren. Aromatisch frischer Most, tiefes und zugleich delikates Tannin, dazu eine überragende Balance. Junge Reben und sandige Böden litten allerdings extrem, da gab es hier und da schon desaströse Ergebnisse. Besonders profitiert haben, neben den o.g. perfekten Böden dazu am linken Ufer, die in sehr nassen Jahren benachteiligten Fluss- und Ufernahen Terroirs des Medocs, des nördlichen Haut Medocs und Saint Estèphes. Die meisten Winzer vergleichen 2022 mit 2018, allerdings war 2022 überwiegend noch deutlich konzentrierter und reicher in der Frucht, vibrierender, cremiger und trotz der extremen Reichhaltigkeit erstaunlich frisch, seidig und harmonisch, das erinnert auch an das Traumjahr 2016. 2022 ist nicht so extrem pikant wie das Hammerjahr 2019 und nicht ganz so tänzelnd finessenreich wie der 2020er. Winzer mit langer Erfahrung sprechen eher von einer deutlich perfekteren Reinkarnation der Jahrgänge 1982, 1961 und 1949. Jean-Philippe Janoueix, eine Instanz am rechten Ufer und Besitzer vieler Châteaux in Pomerol, Saint Emilion und Castillon sagt: »2022 is the more concentrated version of 2018. With deep acidity and rich, soft masses of tannin, 2022 is the much better and long-lived resurrection of the great 1982 and 1961.« Und das mit größerem Know-how, optimaleren Weinstöcken, niedrigeren Erträgen je Stock, besserer biologischer Weinbergsarbeit, dramatisch präziserer Selektion vor der Kelter (Laser und Wasserbad) und einer kenntnisreicheren Kellertechnik als vor vierzig Jahren. Ohne Zweifel ist 2022 also ein historischer Jahrgang. Fakt ist, dass trotz der wohl berechtigten Jubelschreie der allerbesten Winzer das Jahr 2022 auf Kante genäht ist. Junge Reben und nur mittelgute und schwächere Terroirs, und das ist nun mal mit Abstand der Großteil des Bordelais, haben in nassen und noch mehr in solch trocken-heißen Jahren ganz schlechte Karten und üble Zukunftsaussichten. Und leider werden die Jahre trotz einiger, klassischer Ausnahmen wie das Bordelaiser »Normaljahr« 2021 im Schnitt immer extremer. Die wenigen, strahlenden Topwinzer der Appellationen glänzen ob der extraterrestrischen Qualitäten mehr denn je, die große Masse bleibt auf der Strecke. Die Spitze der Pyramide wird noch schmaler und zugleich noch höher. 2022 ist für die Superstars jeder Appellation ein so noch nie dagewesener Qualitätstraum, aber wo soll das für die breite Basis enden? Spanien findet den Ausweg aus den immer extremeren klimatischen Wetterkonditionen in 800 bis 1200 kühlen Höhenmetern, aber wie sieht – neben den weiter vorwärts stürmenden Superstars – die Zukunft des Bordelaiser »Normalwinzers« auf NN aus?
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Jeb Dunnuck über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
A blend of 76% Merlot and 24% Cabernet Franc, the 2022 Château Villemaurine is killer stuff, offering black raspberries, black cherries, violets, floral notes, and chalky minerality. Full-bodied, pure, deep, and seamless, it’s layered and rich yet incredibly balanced, with fine tannins and an elegant mouthfeel. Huge minerality and a liquid rock-like character make this a stunning effort. Aged for 16 months in 70% new and 30% one-year-old barrels, it’s going to evolve gracefully for 30+ years. Total production: 3,000 cases.
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Suckling über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
Plenty of blue fruits such as currants with cherries, berries, some fresh herbs and limestone. Medium- to full-bodied, this has chewy tannins and a savory finish with energy at the end, firm and slightly austere in a very good way. Limestone character coming through. Drink after 2028 and beyond.
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Bettane über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
Mehr Stoff in diesem Jahrgang als in den vorherigen, mit einer gedehnten Seide, einem bereits geschmolzenen Tannin und einer Salzigkeit im Abgang, die wunderbar ist. Dieser Jahrgang dominierte die Blindverkostung der Crus Classés. Favorit. 96/100
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The Wine Palate über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
Expressive, Fragrant, Blue Fruit, Violets, Baking Spices, Blueberries, Full bodied, Refreshing Acidity, Subtle Oak, Velvety Texture, High Tannin, Needs Time. The 2022 Villemaurine, 76% Merlot and 24% Cabernet Franc, is very deep purple black in color. It has a wonderfully fragrant nose of candied violets, cinnamon, cloves, and Sichuan pepper with a powerful core of blueberry pie and black cherries. The full-bodied palate is dense and muscular, with black and blue fruit layers supported by a refreshing backbone and soft tannins, finishing with an exotic spice lift.
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Alexandre Ma über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
The chalky limestone soil characteristic of this high-altitude region adds an air of mystery, as if it were outlining a scene of a giant dragon awakening in the glass. I must loudly praise the performance of Château Villemaurine 2022, which can easily match that of a Première B. I look forward to its even more stunning performance after several years of aging.
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Galloni über: Chateau Villemaurine Grand Cru Classe
The 2022 Villemaurine is just as impressive as it was en primeur. Blood orange, jammy red fruit, cedar, tobacco and scorched earth infuse the 2022 with notable complexity. Brisk acids pull it all together as floral notes extend the pliant, beautifully resonant finish. This powerhouse Saint-Émilion delivers the goods. Tasted two times.,,,
Chateau Villemaurine
Das Château Villemaurine liegt quasi mitten im Dorfkern von Saint-Émilion. Alte Reben auf purem Kalk, ganz oben am Plateau. Ein Grand Cru Classé und sogar ehemaliges Premier Cru, das seit der internationalen Bordeaux-Ausstellung 1895 viele Jahre lang als eines der Top-Gewächse überhaupt gehandelt...