Malescot St. Exupery: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru 2025

Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru 2025 1,5 l

Holzkiste

Zum Winzer

Cabernet Sauvignon 55%, Merlot 40%, Petit Verdot 5%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2033–2060
Verpackt in: 6er OHK
voluminös & kräftig
tanninreich
Lobenberg: 96–97/100
Suckling: 95–96/100
Lisa Perrotti Brown: 95–97/100
Weinwisser: 95–96/100
Yves Beck: 94–96/100
Gerstl: 19/20
Frankreich, Bordeaux, Margaux
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru 2025

96–97
/100

Reiche, dichte Schwarzkirsche mit Lakritze und Veilchen in der Nase. Dicht, aber nicht zu fett. Sehr fein und elegant im Tannin. Im Mund etwas bitter, viel Grip und Extrakt. Hier hat man intensiv vinifiziert. Die Tannine sind trotzdem seidig geblieben, aber reichlich vorhanden. Ein dichter Samtteppich, der aber schwebend, leicht und luftig ist. Nichts Fettes, sondern einfach nur elegant, lang, dicht und spielerisch bleibend. Es fehlt vielleicht ein bisschen die allerletzte süße Wucht, um ganz groß zu sein. Aber ein durchaus schicker und leckerer Wein mit guter Länge und ausreichend Fruchtsüße. Eine Ode an die Freude!

Jahrgangsbericht

Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.

95–96
/100

Suckling über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

A very structured red with black currants, blackberries and chocolate aromas. It’s full and flexing, with solid tannins and a long finish. Impressive. Better than 2022?

Verkostungsnotiz
95–97
/100

Lisa Perrotti Brown über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Intense, Bright, Blue Fruit, Minty, Earthy, Violets, Medium bodied, Refreshing Acidity, Subtle Oak, Grainy Texture, High Tannin, Needs Time

95–96
/100

Weinwisser über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Intensives, blaubeeriges Bouquet, zartes Veilchenparfüm, getrocknete Kamillenblüte, Heidelbeergelee. Am sublimen, sehr komplexen Gaumen mit seidiger Textur, engmaschigem Tanninkorsett, balancierter Rasse und sattem Körper. Im konzentrierten, lang anhaltenden, aromatischen Finale Heidelbeere, Tabak und mehlige Adstringenz.

Verkostungsnotiz
94–96
/100

Yves Beck über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Dégusté à trois reprises, ce Malescot m'a quelque peu surpris dans la manière de se révéler. C'est le troisième échantillon qui m'a finalement convaincu. Le bouquet se positionne lentement pour afficher des nuances de cacao, de caramel et de réglisse avant de laisser les devants de la scène à des notes de cassis ainsi qu'une touche de poivre noir. Friand en attaque, le vin est mené par des tannins suaves. Ils confèrent de la puissance et peuvent compter sur l'appui d'une acidité structurante qui assure fraîcheur et tempérament. Les éléments présents demandent à se caler, à créer l'harmonie, mais les jalons sont bien posés. L'élevage saura contribuer à faire les liens et à concrétiser les ambitions affichées. La finale laisse apparaître des nuances fruitées et de la fraîcheur, donc elle consolide et stigmatise bien les réjouissances à venir.

19
/20

Gerstl über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Geballte schwarze Frucht nach Kirsche, Brombeere, Cassis und Holunder strahlt aus dem Glas. Ein kühler Tiefgang gibt dem Wein viel Charme und zusammen mit den noblen Kräuter und Terroiraromen Komplexität. Noble Spuren vom Holzeinsatz zeigen sich in den Röstaromen. Was für eine Fülle und Intensität im Auftakt - ein geballter Fruchtmix wir von der saftigen Säure über den Gaumen getragen. Noblesse bekommt er zusätzlich von der cremigen Tanninstruktur. Wunderschön ausbalanciert mit einer trinkfreudigen Harmonie. Auch im Finale kommen nochmals diese herrlichen Röstaromen zur Geltung. (pb)

Verkostungsnotiz

Jeff Leve über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Floral aromas kick things off aromatically before you find licorice, espresso, currants, black cherries, and cocoa nuances. The palate is round, creamy, fruity, juicy, ripe, sweet, and fresh, leaving you with layers of chocolate-tinted plums, currants, cherries, and a refreshing touch of mint that come in at the end of the finish. Drink from 2030-2055

Galloni über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

The 2025 Malescot Saint Exupéry is classic Malescot—dark, powerful and quite brooding. Dark-toned fruit, gravel, incense, licorice, tobacco and dried herbs are delineated with serious concentration and pure, unbridled power. This backward, massively tannic Margaux is a wine for readers who can be patient.

Falstaff über: Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart tabakig unterlegte Nuancen von Edelholz, Graphit, schwarzes Beerenkonfit, ein Hauch von Nougat, kandierte Mandarinenzesten. Kraftvoll, reife Zwetschken, dezente Süße, ein Hauch von Dörrobst, tragende Tannine, dezente Würze vom Petit Verdot im Abgang, ein kraftvoller Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.

Mein Winzer

Malescot St. Exupery

Château Malescot St. Exupery ist seit den 50er Jahren im Besitz der Familie Zuger. Die 23,5 Hektar Rebfläche sind mit 50 % Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot, 10 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot bestockt. Die 2–10 Meter dicke Kiesschicht bildet eine perfekte natürliche Drainage. Seit 2003 ist das...

Chateau Malescot St. Exupery 3eme Cru 2025