Yves Beck über:
Chateau Lafleur
Tiefviolettes Purpurrot. Was für ein Bouquet! Es ist jung und braucht viel Luft, damit es etwas von dem, was es zu sagen hat, erzählen kann. Ausladend mit Düften von Veilchen, Pfeffer, schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren und schwarzen Trüffeln. Glanzvoller Auftakt. Der Wein schafft es, Saft, Frische, Kraft und Frucht zu verbinden. Es ist eine außerordentliche Vielseitigkeit, im Namen der Bruderschaft zwischen Kraft und Finesse. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sehr dieser Lafleur sich im Gaumen positioniert. Er ist zunächst elegant, dann aber erobernd; nach wenigen Sekunden offenbart er seine tanninhaltige Kraft, die er wunderbar leitet um schließlich eine Symbiose zwischen der Säurestruktur und der Gaumenaromatik zu bilden. Schwung und Ausdauer im Abgang. Ein Lafleur mit feinkörnigen, kraftvollen und imposanten Tanninen. Eine Art Gigant, der mit den nächsten Generationen genossen werden kann, die ihn dann wiederum auch mit den nächsten und sogar nachfolgenden Generationen schätzen werden. Ich will und kann ihm nur 100 geben, oder 101 von mir aus, auch wenn ich ihm eigentlich lieber 105 geben würde! 2026-2076 100/100