Chateau La Confession Grand Cru Classe 2022
- Merlot 70%, Cabernet Franc 27%, Malbec 3%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2031–2056
- Verpackt in: 12er OHK
- Lobenberg: 96/100
- Suckling: 95+/100
- Yves Beck: 94/100
- Jeff Leve: 93–95/100
- Falstaff: 93/100
- Jane Anson: 93/100
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: La Confession Janoueix, , 33330 Saint-Emilion, FRANKREICH
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Heiner Lobenberg über:
Chateau La Confession Grand Cru Classe 2022
/100
Das Weingut liegt zwischen dem Ort Saint Emilion, also noch auf dem Kalksteinplateau kurz nach Chateau Clos Saint Julien, und den leicht abfallenden Lehmböden Richtung Chateau Fonroque. Eine deutliche Merlotausprägung mit einem Drittel Cabernet Franc. Der Besitzer und Weinmaker ist der extrem umtriebige Jean Philippe Jannoueix, dem neben La Confession auch die Chateau La Croix und La Croix Saint Georges in Pomerol, das mit Monbadon beste und hoch gelenendste Kalkstein-Terroir des Castillon, und das atemberaubende Chateau La Croix Saint Jeorges auf einer der höchsten Kalksteinexpositionen Saint Emilions gehört. in früheren Jahren arbeitete er mit Michel Rolland als önologischen Berater, seit dem Jahrgang 2023 aber nur noch mit Thomas Duclos, dem Mastermind hinter fast allen Bio- und biodynamischen Weingütern des rechten Ufers. Und Thomas Duclos leistet weit mehr als ein önologisches Labor, seine Beratung greift tief in die Weinbergsarbeit und die Fermentation ein bis zum völlig veränderten Ausbau, mehr Beton, Amphoren und deutlich große Holzfässer. 2022 war der letzte Jahrgang vor dem vollen Einsatz des Önologen Thomas Duclos und es gab immer noch reichlich neues Holz. Aber 2022 ist in seiner tiefen Säure und immensen Tanninmassen ein solch positives Monster, dass alles subsumiert wird in eine Orgie aus Minze, Holz, Blumen und fetter schwarzer Beerenfrucht. Kalifornien aus Saint Emilion. Lakritze, Schwarzkirsche, Pflaumen, Fleisch und Schokolade stützen mit dem Holz um die Wette. Ein floral fetter Blockbuster, der nach 10 Jahren DER Hammer schlechthin sein wird. Großer archetypischer Saint Emilion der modernen Schule aber mit einen Hauch roter Frucht und Blumigkeit versöhnt in guter Balance.
Jahrgangsbericht
2022 hatte den trockensten Sommer in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war insgesamt das heißeste Jahr seit 1947. Nicht so extrem und plötzlich heiß wie 2003, eher harmoniefördernd gleichmäßig warm und eben sehr trocken. Nachdem im November und Dezember 2021 satt Regen fiel, blieb es in den Folgemonaten trocken und warm. Die Reben konnten sich also bei gleichmäßiger Blüte langsam an die Trockenheit gewöhnen. Die Terroirs mit den besten Wasserspeicher-Eigenschaften und den sehr tief wurzelnden alten Reben konnten das Wasser-Reservoir des Winters und Frühjahrs nach früher und sonniger Blüte relativ problemlos durch den trockenen Sommer nutzen. Regen gab es erst wieder im Juni und dann in der zweiten Augusthälfte mit 30 bis 50mm. Danach blieb es sonnig und trocken mit einem langen »Indian Summer« bis weit in den Oktober und sogar November. Jeder konnte auf den perfekten Erntezeitpunkt warten, zumal es dank sommerlicher Stillstände keinen Zucker-Alkoholdruck gab. Wer mit alten Reben und perfekten Terroirs dann noch verschont wurde vom jährlich zunehmendem April-Frost und vom allzu häufigen Hagel des Frühsommers, konnte sich gerade als biologisch arbeitender Winzer über das, ob des Klimas, vollständige Ausbleiben von Fäulnis und Pilzkrankheiten freuen. Niemand musste auch nur irgendwas spritzen. Für Bio-Winzer mit alten Reben und superbem Terroir war 2022 ein so noch nie erlebtes, perfektes Jahr, zumal man sich über die vergangenen 10 extremen Jahre an die besser angepasste Laub- und Bodenarbeit gewöhnt hatte. Saint Emilions und Castillons Kalksteinfelsen, Pomerols und Fronsacs Lehmböden und die dicken Kieslinsen des Medocs hatten bei sehr altem Rebbestand bis auf den Malus kleinerer Erträge kaum Sorgen. Weniger, aber ein überragend intensiver Saft aus kleinen, dickschaligen, kerngesunden Beeren. Aromatisch frischer Most, tiefes und zugleich delikates Tannin, dazu eine überragende Balance. Junge Reben und sandige Böden litten allerdings extrem, da gab es hier und da schon desaströse Ergebnisse. Besonders profitiert haben, neben den o.g. perfekten Böden dazu am linken Ufer, die in sehr nassen Jahren benachteiligten Fluss- und Ufernahen Terroirs des Medocs, des nördlichen Haut Medocs und Saint Estèphes. Die meisten Winzer vergleichen 2022 mit 2018, allerdings war 2022 überwiegend noch deutlich konzentrierter und reicher in der Frucht, vibrierender, cremiger und trotz der extremen Reichhaltigkeit erstaunlich frisch, seidig und harmonisch, das erinnert auch an das Traumjahr 2016. 2022 ist nicht so extrem pikant wie das Hammerjahr 2019 und nicht ganz so tänzelnd finessenreich wie der 2020er. Winzer mit langer Erfahrung sprechen eher von einer deutlich perfekteren Reinkarnation der Jahrgänge 1982, 1961 und 1949. Jean-Philippe Janoueix, eine Instanz am rechten Ufer und Besitzer vieler Châteaux in Pomerol, Saint Emilion und Castillon sagt: »2022 is the more concentrated version of 2018. With deep acidity and rich, soft masses of tannin, 2022 is the much better and long-lived resurrection of the great 1982 and 1961.« Und das mit größerem Know-how, optimaleren Weinstöcken, niedrigeren Erträgen je Stock, besserer biologischer Weinbergsarbeit, dramatisch präziserer Selektion vor der Kelter (Laser und Wasserbad) und einer kenntnisreicheren Kellertechnik als vor vierzig Jahren. Ohne Zweifel ist 2022 also ein historischer Jahrgang. Fakt ist, dass trotz der wohl berechtigten Jubelschreie der allerbesten Winzer das Jahr 2022 auf Kante genäht ist. Junge Reben und nur mittelgute und schwächere Terroirs, und das ist nun mal mit Abstand der Großteil des Bordelais, haben in nassen und noch mehr in solch trocken-heißen Jahren ganz schlechte Karten und üble Zukunftsaussichten. Und leider werden die Jahre trotz einiger, klassischer Ausnahmen wie das Bordelaiser »Normaljahr« 2021 im Schnitt immer extremer. Die wenigen, strahlenden Topwinzer der Appellationen glänzen ob der extraterrestrischen Qualitäten mehr denn je, die große Masse bleibt auf der Strecke. Die Spitze der Pyramide wird noch schmaler und zugleich noch höher. 2022 ist für die Superstars jeder Appellation ein so noch nie dagewesener Qualitätstraum, aber wo soll das für die breite Basis enden? Spanien findet den Ausweg aus den immer extremeren klimatischen Wetterkonditionen in 800 bis 1200 kühlen Höhenmetern, aber wie sieht – neben den weiter vorwärts stürmenden Superstars – die Zukunft des Bordelaiser »Normalwinzers« auf NN aus?
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Suckling über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Blackberries, black olives and dark chocolate with some volcanic salt undertones. Medium body. Juicy and chewy. A blend of 70% merlot, 27% cabernet franc and 3% malbec. 93-94/100
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Yves Beck über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Subtile Nuancen von Kirschen und Holunder im Bouquet von La Confession, das sich durch Finesse und Frische auszeichnet. Der Wein ist süß und schlank im Auftakt und offenbart sich dann linear. Seine samtenen, aber dennoch muskulösen Tannine bieten Gelassenheit und Kraft. Ein eleganter, vollendeter und frischer Wein, der ein wenig Entfaltung verdient.
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Jeff Leve über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Flowers, tobacco leaf, mint, licorice, and red berries open the nose. On the palate, the wine is silky, polished, fresh, and energetic. The fruits are clean, pure, and lively, with sweetness, lift, and delicacy, as well as purity in the finish. The wine blends 70% Merlot, 27% Cabernet Franc and 3% Malbec. 14.5% ABV, 3.63 pH. Drink from 2025-2045. 93-95/100
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Falstaff über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart floral, rote Waldbeeren, zart nach Lakritze, Mandarinenzesten, einladendes frisches Bukett. Straff, rotbeerig, lebendiger Säurebogen, rote Kirschen, mineralisch, feine integrierte Tannine, ein feinwürziger Speisenbegleiter. 93/100
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Jane Anson über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Austere in its construction, with fresh acidity running through the palate, this opens to show creamy raspberry and red cherry fruit, intense but with a sense of restraint. Smoked sandalwood oak on the finish threatens the balance, but this has charm and is impressive. Jean-Philipe Janoueix owner. 93/100
Parker über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Proprietor Jean-Philippe Janoueix has brought in consultant Thomas Duclos to initiate a stylistic shift in the direction of less oak and extraction, and the 2022 La Confession is the first vintage to see the effects of this new approach. Offering up aromas of dark berries, cherries, licorice and rose petals, it's medium to full-bodied, fleshy and supple, with a lively core of fruit and a saline, perfumed finish.
VVWine über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
Krautige Nase, Kirschen, blonder Tabak, Brombeerkompott, florale Noten, sehr komplex. Im Gaumen druckvoll, üppig, viel Gerbstoff, top knackige Frucht, der Wein zeigt trotz der Opulenz viel Frische, das Holz ist perfekt verpackt. Langanhaltend, dunkelfruchtig und mit einem Hauch von Blutorangenzesten im Rückaroma. Kann reifen.
Galloni über: Chateau La Confession Grand Cru Classe
The 2022 La Confession is a heady, intense Saint-Émilion. Black cherry, plum, gravel, incense, licorice and chocolate add to an impression of richness. This exuberant, flashy Saint-Émilion will be an absolute delight to drink pretty much upon release. Tasted two times.
La Confession Janoueix
Der 1867 geborene Jean Janoueix kam 1898 nach Bordeaux und gründete ein Weinhandelshaus. Sein Sohn ist der legendäre Joseph Janoueix, der die meisten Chateaux in der Großregion um Pomerol ab 1930 kaufte. […]