Chateau Haut Batailley 5eme Cru 2025
- Cabernet Sauvignon 58%, Merlot 37%, Petit Verdot 5%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2033–2060
- Verpackt in: 12er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 95–96+/100
- Suckling: 94–95/100
- Neal Martin: 96/100
- Falstaff: 95/100
- Jeb Dunnuck: 93–95+/100
- Galloni: 93–95/100
- Colin Hay: 93–95/100
- Gerstl: 18+/20
- Frankreich, Bordeaux, Pauillac
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Haut Batailley, , 33250 Pauillac, FRANKREICH
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Haut Batailley 5eme Cru 2025
/100
Was für eine dichte, einnehmende, ja verführerische Nase von würziger Cassis, Holunder und Schwarzkirsche mit schicken Röstaromen. Espresso, Kakao. Im Mund dann überwältigend reich, wow, was für ein Dampf hier hinter ist!! Auch hier die Röstaromen mit Cassis und Zwetschge. Eindrucksvoll mit guter Länge, die letzte finale Eleganz und Saftigkeit wird sich sicher über den Ausbau noch einstellen.
Jahrgangsbericht
Was für ein Jahrgang! Perfektes Wetter und Klima von Beginn an, reichlich Wasser im Winter und Frühjahr, gute Blüte, sich langsam steigernder Sommer inklusive, wie so oft, etwas zu viel Trockenheit und Hitze, zum Glück dann gerade noch rechtzeitig reanimierende Schauer Ende August und Anfang September. Etwas extrem nur, am linken Ufer nicht so brutal wie 2022, und doch intensiver und perfekter und etwas massiver und druckvoller als 2023 und 2024, sehr 2016er Stil! Viel besser geht es nicht. /// Auf dem rechten Ufer eher eine Wiederholung von 2022. Nach den bis dahin größten, massiven Jahrgängen 2005, 2009 und 2010, den elegant archetypischen, perfekte balancierten konzentrierten 2016 und feinerem 2020, dem spannend aufregenden Unikats-Jahrgang 2019, dem »best ever« 2022, dem umarmenden Supercharmeur 2023 und dem schlanken, reifen und zarten 2024, kommt 2025 wie bestellt und auf Samtpfoten mit einem eigenen Charakter daher. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Er scheint auf dem rechten Ufer den ewig lagerfähigen Tannin-Blockbuster (bei sehr moderater Säure) des Hyper-Jahrgangs 2022 (die Reinkarnation von 1982 und 1961 und 1945) zu kopieren, auf dem linken Ufer den 2016er, aber doch auch mit dem viel saftigeren und charmant umarmenden 2023er vereint. 2025 scheint dazu die Spannung und Frische bei sehr moderatem Alkohol (13 Grad) aus 2019 zu ergänzen, und dieser erstaunlich geringe Alkohol ist schon ein Merkmal der Perfektion. Die konzentrierte Eleganz und große Harmonie und Frische aus 2016 kommt auf dem linken Ufer dazu, ergänzt um die, sich nach der Gärung schon zeigende, erstaunlich frühe Zugänglichkeit und seidige Eleganz mit fruchtig, charmant saftigem Trinkfluss. /// Am linken Ufer gibt es ein Drittel weniger Menge als im Durchschnitt, kleinste Beeren, viel Struktur in den Cabernets, aber dank des späten Regens und einiger segensreicher Regensommerstürme auch eine gewisse Frische und Saftigkeit bei toller Reife und Frucht mit perfekter, mittlerer Säure und nur 13 Grad Alkohol. Jean Marc Quarin, Frankreichs Verkostungs-Star: »... eher dem Jahr 2016 ähnlich als 2022 – mit vergleichbaren Alkoholgraden zwischen 13,0 und 14,0 % und ähnlich niedrigen pH-Werten, gleicht 2025 einem 2016(+) mit mehr Präsenz schon beim ersten Eindruck, einem volleren, breiteren Mittelgaumen, einem ansteigenden Verlauf und längeren Abgängen.« Die Werte und Geschmackseindrücke der telefonischen Reports der »Superseconds« von Montrose und Pichon Lalande sowie Pontet Canet erinnert an 2020 und 2016. /// Meine allerersten Eindrücke Ende Januar bestätigen die große Ähnlichkeit mehr zu 2016, etwas konzentrierter und dichter als 2020. Ein perfektes Jahr und ein einfach superber Jahrgang 2025, allerdings mit sehr geringen Mengen. Reife, extrem fruchtige Merlots mit spät voll reifender, pikanter Cabernet und winzigen Erträgen. /// Im Süden, in Pessac, klingt es sogar euphorisch. Der biodynamische Régisseur von Château Carmes Haut Brion, Guillaume Pouthier, schrieb mir im Oktober: »2025 is a very very great vintage because the wine (after 30 days in the vat) comes with a perfect balance, huge and very fine structure, a lot perfume and already an amazing drinkability. It’s a PARADOX vintage because all the people think we find a lot of alcohol in the wine but the average for Carmes is only 13°. It’s a WOW vintage. Come on Heiner, taste it !!!« /// Auf dem rechten Ufer haben die besten Kalksteinterroirs Saint Emilions und die Feuchtigkeit speichernden kühleren Lehmböden des Pomerol grandiose Ergebnisse eingefahren. Die Merlot war mehr als superb in Pomerol, vielleicht ein »best ever«, weil 2025 trotz der Mini-Erträge doch saftiger ist als 2022. Dafür litt Cabernet in Pomerol auf sandigen Böden unter der Trockenheit, auf feuchtem Lehm und Ton und auf Kiesböden war alles fein, allerdings auch hier sehr kleine Erträge. Auf Kalkstein war die Cabernet Franc der großartigen Merlot sogar überlegen, so gut war das Ergebnis dieser Rebsorte noch nie sagt der Castillon-Biodynamiker Clos Louie und Adrien Beaulieu vom Bio-Weingut Château Coutet. DAS "Cabernet-Franc Jahr" 2025 sagen sie. Chateau Coutet und das ebenfalls biologisch arbeitende Jean Faure vergleichen 2025 sogar mit einem etwas balancierteren und konzentrierteren 2019 und setzen den Jahrgang 2025 ob seiner fruchtigen Saftigkeit und Frische mit geringem Alkohol sogar über 2022. Alles bei moderaten 13,5 Alkohol auf Kalkstein und moderaten 14 Grad Alkohol auf Lehm und Sand und Kies in Pomerol. Auf Kalkstein in Saint Emilion und Castillon, dem in 2025 wohl perfekten Terroir, gab es sogar halbwegs normale Mengen. In Pomerol hat die Trockenheit ihren Tribut in Form von 30% Ernteeinbußen gefordert. Reif, saftig, fruchtig, elegant, sehr balanciert trotz hoher Konzentration, aber eben sehr wenig. /// 2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogendsten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein! /// Aber die Winzer sagen auch, dass sie mit solch extremen Klimabedingungen und geringsten Erträgen, auf Dauer am Rande der Überlebensfähigkeit sind.
/100
Suckling über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
Medium- to full-bodied with well-placed tannins, a savory element and firm yet fine-grained tannins that add definition. Juicy and precise finish.
/100
Neal Martin über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
The 2025 Haut-Batailley was picked between September 8 and 18, matured in 55% new oak. This has a more intense, bolder nose than the Verso, graphite-infused black fruit that is Pauillac through and through. Razor-sharp. The palate is medium-bodied with pliant tannins, but there is gentle and insistent grip. Sapid, an Haut Batailley that evokes images of the Gironde Estuary, this is a marvellous contribution to the vintage, perhaps the best under Jean-Charles Cazes.
/100
Falstaff über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine Herzkirschen, ein Hauch von Brombeerkonfit, kandierte Orangenzesten, einladendes Bukett. Komplex, extraktsüß, elegant, reife Tannine, gute Frische, bleibt haften, sicheres Reifepotenzial, ein eleganter Speisenbegleiter.
/100
Jeb Dunnuck über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
Graphite, lead pencil, and a beautiful core of red and black fruits all emerge from the 2025 Château Haut-Batailley, and this beauty showed consistently both times I was able to taste it. Medium to full-bodied, it has nicely integrated oak, a sunny, ripe, layered mouthfeel, and outstanding length. Based on 58% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, and 5% Petit Verdot, I love its overall balance and sheer charm, as well as its classic Pauillac style.
/100
Galloni über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
The 2025 Haut-Batailley is a brooding young Pauillac with a bright future. Dark and brooding, with tons of vertical energy, Haut-Batailley is quite the powerhouse. Black fruit, leather, incense, licorice, dried herbs and mocha are some of the many aromas and flavors that gradually open in the glass. Readers will have to be quite patient, as the tannins are rather imposing, but there's more than enough fruit density to balance things out.
/100
Colin Hay über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
(Pauillac; 58% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, 5% Petit Verdot; a final yield of 30 hl/ha; pH 3.60; IPT 82; 13.5% ABV; tasted at the UGCB press tasting at the Cité du Vin and then at Lynch-Bages). There's a lovely natural sweetness to this, evident aromatically; there's also a very classical Pauillac dose of cedar that intemingles so beautifully and beguilingly with the wild herbal notes and the dark berry fruits – mulberry and blackberry with a little loganberry perhaps too (with more of the latter on the palate). Soft and caressing, this exudes harmony. It has a radiant plungepool core, is luminous and crystalline and almost shimmering in its clarity. Excellent.
/20
Gerstl über: Chateau Haut Batailley 5eme Cru
Sofort sticht einem diese herrliche Graphitnase entgegen - dazu ein verführerischer Mix aus schwarzer und roter Frucht. Reife und Frische in sinnlichem Zusammenspiel. Der Wein strahlt Tiefe, Komplexität und Eleganz aus. Der pure Genuss am Gaumen - was für ein delikater Auftakt mit einem Schwall aus saftiger reifer schwarzer Frucht. Wunderschön ausbalanciert durch die Säure und den seidig feinen Tanninen. Noble Röstaromen im Finale und viele würzige Rückaromen. (pb)
Haut Batailley
Auf Château Haut-Batailley, dem zweiten Weingut von Monsieur Borie, dem Besitzer von Grand-Puy-Lacoste, entsteht ein sehr attraktives Gewächs unter der Regie von Weinmacher Philippe Gouze.