Chateau Fieuzal Rouge 2024
- Merlot 45%, Cabernet Sauvignon 40%, Petit Verdot 15%
- rot, trocken
- 13,5% Vol.
- Trinkreife: 2028–2044
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- saftig
- Lobenberg: 94–95/100
- Parker: 91–93/100
- Yves Beck: 95–97/100
- Weinwisser: 93–95/100
- Giuseppe Lauria: 92+/100
- Decanter: 92/100
- Vinum: 92/100
- Jane Anson: 92/100
- Jeb Dunnuck: 90–93/100
- Gerstl: 18+/20
- Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur:
Fieuzal, 124, av. de Mont-de-Marsan, 33850 Léognan, FRANKREICHZutaten:
Trauben Konservierungsstoffe / Antioxidantien: Sulfite (E220–E224)100ml enthalten durchschnittlich Brennwert 78 kcal / 325 kJ Kohlenhydrate 1,1 g Enthält geringfügige Mengen von Fett, Fettsäuren, Zucker, Eiweiß, Salz
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Heiner Lobenberg über:
Chateau Fieuzal Rouge 2024
/100
Dunkles Rubinrot. Duftige, süße, feine, fruchtige Nase. Viel rote Kirsche und Waldhimbeere. Feine Milchschokolade darunter und sehr feine Lakritze mit heller Blüte obendrüber. Sehr schicke, ziemlich freudestiftende Nase! Dann ein schicker Kirschmund, hauptsächlich rote Kirsche und etwas Sauerkirsche. Gute Süße zeigend, es kommen auch etwas Himbeere und Johannisbeere. Feine Salzspur, sehr schicke Frische. Ein richtig spaßmachender, leckerer Zechwein. Etwas wenig Fleisch in der Mitte, wie der gesamte Jahrgang, aber in Summe mit dem Finale eine kleine tänzelnde Schönheit. Das macht Freude! *** Mitte der 80er trat das Gut mit seinen bemerkenswerten Weißweinen, die heute inzwischen immer zu den qualitativen Top 10 Bordeaux gehören, in Erscheinung und die Roten begannen langsam die Komplexität und Dichte zu erreichen, die sie heute auszeichnet. Die Lese der Trauben von den durchschnittlich 30 bis 50 Jahre alten Rebenstöcken erfolgt ausschließlich per Hand. Seit 2007 leitet Stephen Carrier die Geschicke des Weingutes.,
Jahrgangsbericht
2024 brachte ganz entgegen dem Klimawandel enorme Wassermengen im Frühjahr und auch im Herbst, keinerlei Trockenstress wie in den langen Jahren davor. Wegen extremen Mehltaubefalls, hoher Verrieselung in der Kühle der Blüte (Coulure und Millerandage) und wegen ungewöhnlich hoher und strenger Selektion mit grüner Lese im August nach der Verfärbung (in den 80iger und 90iger Jahren wäre 2024 noch ein Desaster geworden) gegen Verdünnung, Fäulnis und Botrytis zeigt 2024 einen ungewöhnlich niedrigen Ertrag, gesunde und fast reife Trauben mit oft minus 30%, manchmal gar 50% der Mengen des Standards. Und der hohe Mehltaubefall und die Coulure (Mehltau verringert die Mengen durch vertrocknete Trauben, die Qualität der nicht befallenen Trauben wird nicht beeinträchtigt) betrifft i.d.R. mehr die anfälligere Merlot, der Cabernet-Anteil (am linken Ufer Cabernet Sauvignon und am rechten Ufer Cabernet Franc) ist dramatisch höher als im Durchschnitt. Die Weine haben generell niedrige pH-Werte, also hohe Säure, dazu niedrige Alkoholwerte von 12 bis 13%. Die satten Tannine sind extrem fein und poliert und seidig unaggressiv und im Gerbstoff mehr als moderat, was zu einem charmant samtig seidigem Trinkfluss führt. Zusammen mit einer hohen saftigen Frucht-Aromatik und erstaunlich intensiver Farbe sind diese leichteren, aromatisch frischen Weine sofort präsent und mit total charmanter Trinkigkeit gesegnet. Da sie wegen der strengen Selektion letztlich reif genug gelesen wurden, ist 2024 ein freudenstiftender, verspielt leichter und leckerer, aromatischer Jahrgang für frühen Genuss. Allerdings gibt es von Château zu Château deutliche, ja oft dramatische Unterschiede, da muss man jeden Wein sorgfältig verkosten. Gegenüber dem ebenfalls sehr aromenstarken, noch farbintensiverem Jahrgang 2023 fehlt es 2024 zwar keineswegs an Trinkfreude und Trinkfluss, ganz im Gegenteil, aber in der absoluten Dichte bringt der opulentere, erotisch reifere Jahrgang 2023 einen höheren Wucht-und Umarmungs-Faktor mit. 2023 ist ein großes, früh trinkbares, erotisch opulentes Aromen- und Genusswunder, verblüffend in der charmanten Ausdrucksstärke, in seiner wollüstigen Ausprägung somit ein Unikat und »best ever«. 2024 zeigt dagegen deutlich verspieltere und frischere, sehr schicke und filigran elegante Weine für freudvolles, sexy Easy-Drinking. Everybodys Darling, das holt jeden Anfänger aufs Schönste ab! Volnay und Loire als schicker Bordeaux, so verträumt und fein und filigran leicht. 2024 ist weit weniger klassisch als das im Tannin rauere 2021, dafür aber dramatisch schicker und sexy polierter und filigran finessenreicher. 2024 könnte seinen Platz im Markt eher früh trinkfertig und relativ preiswert finden, das ist nicht in erster Linie ein »en Primeur« Jahrgang zum langen Einkellern, weder bei den Einstiegsweinen noch im oberen Preissegment. Aber es gibt zum Teil dramatisch reduzierte Mengen bei zum Teil dramatisch reduzierten Preisen. Und wenn dann der Wein noch sehr gut ist, muss man ihn eben doch subskribieren, sonst kann man leer ausgehen. Wer allerdings nur auf lange Einlagerung und Sammlerweine spekuliert kommt um den besten Jahrgang aller Zeiten, 2022, nicht herum. Ein gegenüber dem schon günstigen 2023 nochmal klar, ja dramatisch reduzierter Preis der 2024er Hochgewächse kann neben teilweise doch tollen Qualitäten doch zu Recht zum Primeur-Kauf verlocken. So passt 2024, nach so vielen ab 2016 bis 2023 überragenden voluminösen und kraftvollen Jahrgängen, als seidiges und trinkfreudiges Wunderwerk perfekt in das aktuelle Marktumfeld. Als preiswert schicker und elegant filigraner, aromatischer Gegenpol. „Just have fun“! Last not least: Wie schon so oft scheint auch der kühle und feuchte 2024er Jahrgang ein fast genialer Weißweinjahrgang zu sein, trocken wie auch süß! Die Analogie zu 2021 drängt sich auf, Winzer sprechen von extrem klar gezeichneten und definierten Weinen.
/100
Parker über: Chateau Fieuzal Rouge
More austere and less luminous than recent vintages—a clear reflection of the vintage—the 2024 de Fieuzal is showing remarkably well within its context. Evoking dark berries, cassis, flowers and lead pencil, it's medium to full-bodied, sappy and layered with a delicate, precise mid-palate framed by velvety tannins and concluding with a delicate, saline finish. This blend of 45% Merlot, 40% Cabernet Sauvignon and 15% Petit Verdot has clearly benefited from Stephen Carrier’s patient “wait-for-maturity” approach.
/100
Yves Beck über: Chateau Fieuzal Rouge
Wie viel Energie, Definition, Tiefe und Frische im Bouquet von Fieuzal. Seine Reifung zeigt sich auch in Noten von frischem Holz. Am Gaumen zeichnet sich der Wein durch saftige Tannine und (...) Struktur aus. Der Wein ist saftig, präzise und wird von einer feinen Herbheit getragen, die den aromatischen Ausdruck des Abgangs, der zudem salzig ist, belebt. Ein außergewöhnlicher Wein in seiner Definition und Architektur. Was für ein großartiger Erfolg, der während seiner Reifung ein wenig an Substanz gewinnen wird (aber nicht zu sehr). Einmal mehr reiht sich Fieuzal unter die großen Weine von Pessac Léognan ein!
/100
Weinwisser über: Chateau Fieuzal Rouge
Betörendes Bouquet, frischgepflückte Himbeeren vermischen sich mit tasmanischem Bergpfeffer, dahinter ein Strauß Flieder und roter Johannisbeernektar. Am saftigen Gaumen mit seidiger Textur, stützendem Tanningerüst, tänzerischer Rasse und druckvollem Körper. Im gebündelten, feinaromatischen Finale Schattenmorellensaft, Kardamom und Sandelholz, endet mit fein mehliger Adstringenz. Spiegelt den Jahrgang perfekt wider.
/100
Giuseppe Lauria über: Chateau Fieuzal Rouge
Eher kühler, verspielter Duft mit erdig-mineralischen Noten, frischgepflückten Johannisbeeren, roten Kirschen, hellem Tabak und Rosenstock. Super saftig mit seidiger Textur, körnigem Extrakt, kraftvoll mit feiner Rasse und noch etwas kompakter Art. Im gebündelten Finale mit rotbeerigen Konturen, Tabak und feinsandiger Adstringenz. Fine Wine Guide
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Decanter über: Chateau Fieuzal Rouge
Medium ruby in colour. Subtle, restrained nose with red cherry, light spice and a touch of green herbs. Light-bodied and elegant rather than dense, with feathery tannins and bright acidity. Not built for the long haul, but charming and accessible in its youth.,
/100
Vinum über: Chateau Fieuzal Rouge
Parfümiert, mit Himbeeren und floralen Noten die an Rosenblätter erinnern; delikat am Gaumen, nicht überladen, leichtfüssig, perfekt reife Frucht, wohl dosiertes Tannin, dieses hüllt sich wie ein Seidenmantel um den Fruchtkern, dazu kommt eine lebhafte Säure; langanhaltend, frisch, rotfruchtig im Abgang. Wird früh Spass machen, kann reifen. vvWine & VINUM
/100
Jane Anson über: Chateau Fieuzal Rouge
Medium intensity cherry red, slate and crayon texture, well handled, austere, but structured, you can see the slow build of muscles through the palate, and the deepening black fruit character. Softly spoken compared to many vintages of this excellent wine, but there are layers here, good complexity, and skilful construction.
/100
Jeb Dunnuck über: Chateau Fieuzal Rouge
Beautiful and finesse-oriented, the 2024 Château Fieuzal reveals red and blue fruits, flowers, spice, and hints of graphite and gravelly earth. Based on 45% Merlot, 40% Cabernet Sauvignon, and 15% Petit Verdot, it's medium-bodied and pure on the palate, with a layered, elegant mouthfeel and silky tannins.
/20
Gerstl über: Chateau Fieuzal Rouge
Traumhaft komplexer Duft, schwarze Beeren umgeben von herrlichen Kräutern und Gewürzen, strahlt eine wunderschöne Frische aus, raffinierte Mineralität. Das ist der eleganteste Fieuzal, den ich kenne, ein sublimer Filigrantänzer, beschwingte Leichtigkeit, das ist so ein fröhlicher, herzerfrischender Auftritt, ein burgundischer Fieuzal, köstlich süss, traumhaft frisch, betörend aromatisch, einfach genial (mg)
Fieuzal
1974 übernahm Gerard Gribelin das Château de Fieuzal und war damit der Initiator einer langen Reihe kellertechnischer Verbesserungen. 1977 wurden Edelstahltanks mit Temperaturregelung installiert, in den 80er Jahren wurde die Maischedauer allmählich verlängert und der Anteil neuer Barriques erhöht.