Doyac: Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2022

Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2022

BIO

Zum Winzer

Merlot 83%, Cabernet Sauvignon 14%, Cabernet Franc 3%
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2048
strukturiert
pikant & würzig
saftig
Lobenberg: 96–97+/100
Gerstl: 19/20
Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2022

96–97+
/100

Lobenberg: Doyac 2022: 83 Prozent Merlot, 14 Prozent Cabernet Sauvignon und drei Prozent Cabernet Franc. Gelesen wurde vom 18. September bis zum 5. Oktober. Der Gesamtertrag lag bei lediglich 15 Hektolitern pro Hektar wegen eines großen Hagelsturms. Was übrig blieb war aber grandios. Doyac hat durch seine Nähe zum Wasser dramatisch profitiert in diesem heißen, trockenen Jahr, genauso wie etwa Carmenère oder Haut-Maurac und Clos Manou. Im Gegensatz zu vielen Nachbarn hat das Weingut Doyac komplettes Kalkstein-Terroir, eine absolute Besonderheit, fast eine Kuriosität. Das ist aber einer der Gründe, warum hier die Merlot so überragend gedeiht. Doyac hat ein ähnliches Terroir wie etwa Saint-Émilion oder Castillon. Der 2022er Wein hat eine sehr reiche, voluminöse, schwarzfruchtige Nase. Weil viel Cabernet durch den Hagel verloren ging, haben wir hier 2022 eine noch eindeutigere Dominanz von der Merlot. Wunderschöner Holunder mit Veilchen hinter schwarzer Kirsche. Helle Lakritze und Nougat. Ganz fein und fast schwebend! Sicherlich auf dem gleichen Level des grandiosen 2020er. Der Mund erinnert sofort an Château Carménère. Auch hier diese feine Ausprägung, diese satte, aber schwebende rote Frucht. Schlehe und feine Sauerkirsche, dazu Salz und hohe Mineralität. Darunter eine feine Blütennote, Veilchen und noch mehr Rosenblätter. Das Ganze ist aber immer sehr fein bleibend, der Wein ist überhaupt kein Blockbuster. Anders als der kraftvollere Pauillac-Stil Clos Manou, den wir direkt davor probiert haben, ist Doyac eher burgundisch schwebend und ätherisch aromatisch hochintensiv. Er steht für Minuten mit seiner Sauerkirsch-Salzfracht, mit Holunder, Grafit, Lakritze und Nutella. 22 ist auf jeden Fall so gut wie 2020, dabei aber noch feiner und erotischer. Ein extrem schöner Haut-Médoc an der Grenze zu Saint-Estèphe. Sehr, sehr schicker Wein! 96-97+/100 *** Château Doyac ist ein ganz kleines biodynamisches Weingut mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern, im Grund so eine Art zweites Clos Manou aber in femininerer Ausprägung. Spezielles Terroir mit reinstem Kalkstein, deshalb auch die spezielle Ausrichtung mit so viel Merlot, was sehr untypisch für das Médoc ist. Doyac liegt an der Gironde direkt neben der Appellation Saint-Estèphe, etwas im Süden davon. Der Weinberg ist dichtgepflanzt mit 7.000 Pflanzen pro Hektar, der Ertrag liegt bei rund 40 Hektolitern. Das heißt pro Stock deutlich weniger als ein Kilo aus kleinen stammnahen Träubchen. Der Untergrund besteht überwiegend aus Kalkstein mit einer geringen Lehmauflage. Doyac ist 28 Hektar groß und arbeitet komplett Demeter zertifiziert in Biodynamie. Die Weinstöcke sind im doppelten Guyot erzogen, die Ernte geschieht händisch und mechanisch mit einer Nachsortierung sowie einer optischen Lasersortierung nach dem Entrappen. Es kommen also nur Top-Beeren in die Vergärung, völlig clean. Die Fermentation erfolgt innerhalb von 15 Tagen bei rund 26 Grad im Inox-Stahl, temperaturreguliert. Der Ausbau dann für gut 12 Monate im Holz, davon 25 Prozent neues Holz. Es werden knapp 100.000 Falschen übr alle Qualitäten hinweg erzeugt, davon weniger als 50% Erstwein. Die Önologen sind der berühmte Eric Boissenot, der viele berühmte Premier und Deuxième Cru im Médoc berät, und dessen Mitarbeiter Marco Balsimelli. Das Rebalter ist ungefähr 25 Jahre alt. Komplette Entrappung und als Biodynamiker natürlich spontan vergoren. Doyac ist seit einigen Jahren auf dem Run. Wir haben ihn auf Empfehlung von Jean-Marc Quarin, dem angesagtesten französischen Weinjournalisten, entdeckt.

Årgangsrapport

Årgang 2022 er en multikompleks, kontrastfuld, heterogen og helt usædvanlig årgang - åbenlyse konsekvenser af klimaforandringer? Rhone har således oplevet to ekstreme, paradoksale og diametralt modsatte årgange i de sidste to år. 2021 var iskold, kølig og regnfuld, klassisk spændende med køligt klima. 2022 var derimod alt for tør og ekstremt solrig. Denne hurtige ændring er noget forvirrende, og 2022 sætter endda permanent spørgsmålstegn ved nogle vinmarkers fremtid. Årgang 2022, som allerede er blevet erklæret for en af de bedste årgange i det sidste årti, og som nogle endda sammenligner med 1978, har nogle vidunderlige, endda storslåede overraskelser i vente i nord, men også nogle bitre skuffelser i syd. Ikke desto mindre er vinstokkenes modstandsdygtighed over for ekstreme klimatiske forhold forbløffende! Den mere eller mindre intense nedbør i midten af august og september reddede de vinmarker og områder, hvor point of no return endnu ikke var nået på grund af vandstress, men nogle gange var det for sent. 2022 er således præget af en meget stærk heterogenitet mellem og også inden for appellationer, hvor storslået skønhed og udtørret, umoden elendighed ofte ligger tæt på hinanden, og hvor alting hænger i en tynd tråd. Vores smagninger hos producenterne og vores omhyggelige udvælgelse er endnu vigtigere end nogensinde i denne 2022-årgang. Sydlige Rhône: I modsætning til forventningerne er de hvide harmoniske, aromatiske og ikke fede og alkoholiske, der er mange store succeser. Fantastisk og fremragende! Kvaliteten af de røde vine er meget mere heterogen. Ubalancerede, disharmoniske, skøre og hårde tanniner og manglende fenolisk modenhed kan findes i mange unge vinstokke. Kun meget gamle vinstokke med minimalt udbytte og dybe rødder giver komplekse og yndefulde, endda meget store vine af historisk ekstraklasse. Nordlige Rhône: Det køligere nord blev skånet for de fleste af årgangens problemer. Fuld modenhed blev næsten altid opnået, og alkoholniveauet forblev moderat. Smagene af de lige så store hvide og røde vine er frodige, fyldige og alligevel faste. Vine med typicitet og stil, som vil glæde både sommelierer og restauranter. En historisk stor årgang!

19
/20

Gerstl über: Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur

-- Gerstl: Ein Schwall schwarze Frucht schiesst förmlich in die Nase, bleibt aber fein, betont die Eleganz und lässt auch Platz für zarte florale Komponenten. Feine Kräuter kommen dazu, ein Hauch Minze bringt zusätzliche Frische in den ohnehin schön kühlen Ausdruck. Samtiger Gaumen, kraftvoll, mundfüllend, gleichzeitig sehr elegant und feingliedrig, das ist ein köstliches Fruchtbündel, unterlegt mit ganz viel Terroirtiefe. Den Wein muss man einfach lieben, das ist eine Weinschönheit, die das Herz berührt, total rund, ohne Ecken und Kanten, dennoch spannend, lustvoll, voller Lebensfreude, wird sicherlich auch jung schon Hochgenuss bieten.… 19/20

Mein Winzer

Château Doyac

Château Doyac ist ein kleines, biodynamisches Weingut direkt an der nördlichen Grenze zu Saint Estephe mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern. Im Grunde so eine Art zweites Clos Manou in der Perfektion, vielleicht nicht ganz so extrem im niedrigen Stockertrag, aber dazu kommt hier noch der...

Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2022