Chateau de Saint Cosme: Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes 2022

Chateau de Saint Cosme: Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes 2022

Zum Winzer

Syrah 100%
rot, trocken
15,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2052
strukturiert
saftig
pikant & würzig
Lobenberg: 95–96+/100
Suckling: 96/100
Jeb Dunnuck: 94–96/100
Frankreich, Rhone, Gigondas und Rasteau
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes 2022

95–96+
/100

Lobenberg: Ch. de Rouanne war der große Gewinner von 2021 und ist es witzigerweise auch 2022 wieder, aber aus einem sehr anderen Grund. Es gab 2021 nur wenige Appellationen, die so viel Anmut und Dichte erreicht haben, in 2022 haben das fast alle. Der langgezogene Hang mit guter Drainage und den konstanten Winden half in 2021 die Trauben trocken zu halten, in 2022 hat es wie eine Klimaanlage funktioniert und vor Überreife bewahrt. In 2022 wurden alle Trauben komplett entrappt. In der Gemeinde Vinsobres wachsen die besten Syrah des Südens, da sind sich nahezu alle Winzer einig. Das erklärt die Eleganz und Finesse dieser Weine. Wenn man solch finessenreiche Syrah als Rückgrat hat, hilft das der Grenache definitiv. In diesem Wein ist es sogar reine Syrah – und damit der purste Ausdruck dieser eleganten Kraft von Rouanne. In Gigondas arbeitet Louis Barruol mit 100 Prozent Ganztrauben, das ist sein Stil. Auf Rouanne hat er das auch versucht, aber das Terroir von Vinsobres gibt das nicht her. Er sagt, es ist wie mit den alten Bordeaux bis zu den 1970ern, die Weine brauchen zu lange, wenn sie nicht entrappt werden. Die Tannine sind jung zu rustikal. Sehr dichte, dunkle Frucht, Cassis, Boysenberry, auch gelbe Frucht kommt hinzu Reneclaude, etwas Mangoschale. Das Finale wird von Kaffee- und Schwarzkirschbitterstoffen begleitet. Die dichten, voluminösen Tannine der Syrah übernehmen den gesamten Mundraum und machen keine Gefangenen. Le Cote ist deutlich eleganter und feiner in der Struktur im Vergleich zum Vinsobre Village, zudem bekommt er diesen leicht exotischen Touch. Das ist schon eine bemerkenswerte Lage.

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2022 ist ein multikomplexer, kontrastreicher, heterogener und ganz und gar ungewöhnlicher Jahrgang - offensichtliche Folgen des Klimawandels? Die Rhone hat in den letzten zwei Jahren somit zwei extreme, paradoxe und diametral entgegengesetzte Jahrgänge erlebt. 2021 war frostig, kühl und regenreich, klassisch aufregendes cool-climate. 2022 war dagegen viel zu trocken und extrem sonnig. Dieser schnelle Wechsel macht etwas ratlos und 2022 stellt sogar die Zukunft mancher Weinberge dauerhaft in Frage. Der schon jetzt zu einem der besten Jahrgänge des letzten Jahrzehnts erklärte Jahrgang 2022, den manche gar mit 1978 vergleichen, hält zwar im Norden wunderbare, ja grandiose Überraschungen bereit, aber im Süden durchaus auch einige herbe Enttäuschungen. Die Widerstandsfähigkeit der Reben angesichts der klimatischen Extremsituationen erstaunt dennoch! Die mehr oder weniger intensiven Regenfälle Mitte August und September retteten dann die Weinberge und Regionen, in denen der Punkt ohne Wiederkehr durch Wasserstress noch nicht erreicht war, manchmal aber war es zu spät. 2022 ist somit durch sehr starke Heterogenität zwischen und auch innerhalb der Appellationen gekennzeichnet, grandiose Schönheiten und vertrocknetes, unreifes Elend liegen oft nah beieinander, alles hing am seidenen Faden. Unsere Verkostungen bei den Erzeugern und unsere akribische Auswahl hat in diesem Jahrgang 2022 noch mehr Bedeutung als je zuvor.Südliche Rhone:Wider Erwarten sind die Weißen harmonisch, aromatisch und nicht fett und alkoholisch, es gibt viele großartige Erfolge. Erstaunlich und superb! Die Qualität der Roten ist deutlich heterogener. Unbalanciertheit, Disharmonie, spröde und harte Tannine und mangelnde phenolische Reife findet man in vielen jungen Reben. Nur sehr alte Reben mit minimalen Erträgen und tiefem Wurzelwerk bieten komplexe und anmutige, ja sogar ganz große Weine der historischen Extraklasse.Nördliche Rhone:Der kühlere Norden blieb von den meisten Leiden des Jahrgangs verschont. Die vollständige Reife wurde fast immer erreicht und die Alkoholgrade blieben moderat. Die Gaumen der gleichermaßen großartigen Weißen und Roten sind üppig, prall und dennoch straff. Weine mit Typizität und Stil, die Sommeliers und Restaurants gleichermaßen glücklich machen werden. Ein historisch großer Jahrgang!

96
/100

Suckling über: Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes

-- Suckling: Welcome to graphite city. This is also superpeppery and energetic in a way we associate much more with the Northern Rhone. Great concentration on the very focused, medium-bodied palate. The vitality in the sleek and pristine finish is off the charts. From organically grown grapes. Drinkable now but best from 2026.

94–96
/100

Jeb Dunnuck über: Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes

-- Jeb Dunnuck: Simply stunning, the 2022 Vinsobres Les Côtes delivers blackberries, violets, cracked pepper, and hints of smoked meat and flowers. This Côte Rôtie-like beauty is medium to full-bodied, with ultra-fine tannins, flawless balance, and remarkable elegance. A truly special wine that will age effortlessly.

Mein Winzer

Chateau de Saint Cosme

Gigondas ist zusammen mit der Appellation Chateauneuf-du-Pape sicherlich die spannendste und innovativste Region der Rhone und der junge Louis Barruol von Chateau de Saint Cosme gehört nicht nur laut Robert Parker zusammen mit Santa Duc und Bouissiere zur Creme de la Creme der Appellation.

Chateau de Rouanne Vinsobres Lieu Dit Les Cotes 2022