Lobenberg: Das neueste Projekt der Chapoutiers, ein Gin. Angetrieben durch Maxime, den Sohn von Michel, entsteht eine Spirituose, die die Region um Tain l’Hermitage perfekt widerspiegeln soll. Die Basis stammt auch aus eben jenen Weinbergen. Ein Teil der hier verwendeten Kräuter stammt aus den Parzellen im Hermitage. Man könnte also fast von Terroir-Kräutern reden. Wacholder, Kamille, wilder Thymian und Eisenkraut sind dominant. Aber auch Holunderblüten, Bohnenkraut und Minze wurden verwendet. Wie alles bei Chapoutier biodynamisch bearbeitet. Die Nase ist glasklar. Wacholder steht im Zentrum, wunderbar flankiert von würzigen Kräuternoten, Lavendel, getrockneter Fenchelsaat. Dazu Zitruszeste – eher grüne Zitrone als süße Orange. Leicht floral, aber ohne jegliche Seifigkeit. Es kommt ein ordentlicher wilder Thymianschub in die Nase - dieser wächst tatsächlich auch im Hermitage, rund um die weltberühmte Kapelle. Alles bleibt sehr subtil. Im Mund geht diese Stilistik weiter. Seidig, weich und dennoch frisch. Die tiefe Aromatik lässt einen förmlich an die magischen Hänge der Nordrhone schweben. Erneut kommen die Agrumen in Kombination mit Wildkräutern zum Vorschein. Ein Gin, der sich sicherlich gut in klassischen Gincocktails, wie einem Gimlet, macht.