Lucas Vorbild für diesen Dolcetto ist ein Cru Beaujolais. Der erfolgreiche Winzer betont, dass er niemandem mehr etwas beweisen muss und sich heute voll und ganz auf Weine konzentrieren kann, die er selbst und auch seine Kinder gerne mit Vergnügen trinken möchten. Weine, die Freude machen und die sich durch einen moderaten Alkoholgehalt auszeichnen! Bereits in seiner Jugend war Luca großer Fan der Beaujolais Cru Weine und hat zwei Jahrgänge in der Region mitgemacht. Dieser Dolcetto wird deshalb ganz im Beaujolais Stil mit 50 Prozent ganzen Trauben gemacht, davon kamen wiederum 65-70 Prozent un-entrappt, also mitsamt den Stielen in den Stahltank. Luca schmunzelt: »Die Trauben werden wie eine Lasagne im Tank geschichtet. Ganz unten kommen angequetschte Trauben, dann wieder ganze Trauben mit Stielen, dann wieder angequetschte Trauben, und so weiter«. Nach der Gärung im Stahltank kommt der Wein 10 Monate lang in den Betontank, bis er abgefüllt wurde. Brillant leuchtendes, mittleres Violett. Hocharomatische, dunkle und würzige Nase mit Cassis, Brombeeren, sowie roten und schwarzen Blüten. Aromatisch springt dieser Stoff beinahe aus dem Glas! Das muss der verführerischste Dolcetto überhaupt sein. Wunderbar schiebend, aber zugleich auch elegant. Definitiv eine Art »Dolcetto Plus«! Der junge Wein von den alten Reben hat momentan eine zart rauchige Reduktion. Lorbeerblatt, Kampfer, getrocknete Kräuter, aber auch intensive, dichte Veilchen. Im Mund ist er saftig bis zum Abwinken und einfach nur animierend lecker! Die knackig frische Säure lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen und die Tannine sind samtig integriert. Sauerkirsche, Brombeere mit zarten Kräutern, auch etwas Lorbeer im Nachhall. Die samtigen, geschliffenen Tannine sind kaum merklich integriert und spielen mit der pudrigen, dezent rauchigen Mineralik. Es war immer Lucas Traum diesen Wein so zu machen, und mit nur drei Fässern ist diese arbeitsintensive Machart auch möglich. Dieser Wein steckt voller Energie und purer Trinkfreude!