Währen die Cuvée Julien immer der feinste und eleganteste Pinot Noir der Domaine ist, wenn man beim wilden Ganevat von Eleganz sprechen kann, so hat En Billat etwas mehr Power und Druck. Das Modell bei Ganevat ist klar: Handlese, extreme Selektion, Spontangärung in gebrauchten Fässern von Barriques bis Fudern. Keine Zugabe von Schwefel, keine Schönung, keine Filtration. Die Weine sind naturbelassen und minimalistisch. Seit 2020 ist mit Jocelyn Broncard ein neuer Winemaker bei Ganevat, der zuvor im Weinlabor des Juras gearbeitet hat. Er bringt eine ganz neue Dimension an Präzision und Fokus in den wilden Stil von Ganevat. Seit 2021 gibt es auch einen Sortiertisch für die Roten, das hat ihnen nochmal einen gewaltigen Schub an Eleganz verpasst. Die funky Art von Ganevat ist natürlich noch dieselbe, aber gerade bei den Roten mit mehr aromatischer und struktureller Präzision. En Billat ist 2023 etwas frischer und schlanker als 2022, noch mehr säuerliche rote Frucht, Blutorange, Grapefruitsäure, Wassermelone, Johannisbeerstrauch, Cranberry, rote Zitrusfrucht. Sehr straff und saftig, feingliedrig und geschmeidig. Viel, viiiel Energie am Gaumen ausstrahlend. Wild und ungezähmt, aber auf eine unerklärliche Weise auch sehr straight und geradlinig.