Diesen Chardonnay hat Alex Laible nach seinem seinem Sohn bekannt. Die Reben stehen überwiegend auf Kalk und Kalkmergel. Komplett französische Genetik, kompromisslos selektioniert, mit drastischer Ertragsreduzierung und ausschließlich im Edelstahl ausgebaut – wie ein Blick durch ein Brennglas auf das, was Alexander Laible unter Frucht, Präzision und Eleganz versteht. Schon die Nase zieht einen direkt rein – da ist mehr Druck, mehr Tiefe, mehr innere Spannung noch als beim Chardonnay Chara. Satter, reifer Weinbergspfirsich, saftige Ananas, ein Hauch weißer Blüten, Limettenzeste, aber alles sehr klar, nie verspielt. Man spürt förmlich die Energie, die da drunter liegt. Am Gaumen dann typisch Laible: pure Saftigkeit, feine, reife Frucht mit unglaublichem Zug. Das ist Chardonnay, aber nicht von der überaus cremigen, burgundischen Sorte. Hier geht’s viel mehr um Klarheit, Strahlkraft und diese salzige Mineralität, die sich mit der druckvollen Frucht zu einem spannungsgeladenen Finale aufschwingt. Enorme Frische, gepaart mit zarter Cremigkeit vom Feinhefelager, ganz leicht schmelzig, aber getragen von dieser kühlen, steinigen Ader. Und diese salzige Länge! Die zieht richtig nach. Ganz feine Würze im Finish, fast ein bisschen nussig, aber subtil. Louis ist kein lauter Wein, aber ein selbstbewusster. Einer, der zeigt, wie viel Ausdruck ein Edelstahl-Chardonnay haben kann, wenn er im Weinberg konsequent gedacht wird. Laible eben: Frucht, Spannung, Präzision – auf die pure Essenz reduziert. Schon jetzt ein großer Trinkspaß – und mit ein bisschen Flaschenreife ganz sicher nochmal ein Level mehr.