Bereits seit dem 14. Jahrhundert betreibt die Familie Haart schon Weinbau an der Mosel. Als Berlin etwa 8.000 Einwohner hatte, kelterte die Familie Haart also schon feine Tropfen aus Steillagen an der Mosel. Das ist schon ziemlich einzigartig. Doch nicht nur die Geschichte verbindet Julian Haart mit der Mosel, seine Weine sind auch terroirgeprägt im besten Sinne. Wie ein Laserschwert peitscht die Säure der restsüßen Weine über die Zunge, um sofort vom fein eingebundenen Restzucker zurückgepfiffen zu werden. Die Weine sind präzise, mineralisch und dennoch trinkig, in jungen Jahren brauchen sie jedoch etwas Luft. Das Alterungspotential ist oft gewaltig, die Weine schmecken auch nach Jahren der Reife noch taufrisch. Julian bewirtschaftet mit seiner Frau Nadine nur etwa 5 Hektar, was die Weine zu absoluten Raritäten macht, besonders wenn man sich die niedrigen Erträge aus den Steillagen anschaut. Dazu kommt, dass einige der Reben aus den besten Lagen über 100 Jahre auf dem Buckel haben und daher kaum mehr als ein paar Beeren pro Jahr produzieren. Von den generell schon limitierten Weinen gibt es also einige, die noch limitierter sind. Aufgrund dessen hat Julian Haart sich entschieden, eine Sammlerbox zu produzieren, die jedes Jahr die Weine mit der niedrigsten Auflage enthält, oft sind diese nur in der Box zu bekommen, von der unter 500 Stück pro Jahr produziert werden. Diesen Winzer muss man unbedingt auf dem Schirm behalten, denn bisher hat uns jeder Wein von ihm umgehauen, von trocken bis moseltypisch restsüß, hier entstehen Unicorn Weine höchster Güteklasse.
