Dieser Wein war bereits in den 1980er-Jahren ein Vorreiter des eleganten, harmonischen Pinot Noir im burgundischen Stil aus Santa Barbara, wie wir ihn heute kennen, und Winzer Jim Clendenen das Vorbild und Lehrmeister der jungen Winzer Generation von heute. Der Großteil der Trauben stammt aus dem Santa Maria Valley von den Weinbergen Bien Nacido, North Canyon und Rancho Real und ein kleiner Anteil kommt von Kick On und Los Alamos Vineyards. Nach der sorgfältigen Handlese wird der Saft nach Parzellen getrennt vergoren und anschließend 8 bis 12 Monate lang hauptsächlich in gebrauchten französischen Eichenfässern von François Frères ausgebaut. Diese kleine Fassreifung verleiht unserem Pinot Noir Tiefe und Komplexität. Zartes, leuchtendes Rubinrot im Glas. Schon die Nase dieses »kleinen« Pinots ist unglaublich! Eine attraktive Erdbeer-Pfirsich Kombination mit süßer roter Kirsche, etwas Rhabarber Blutorange und einer kräuter-würzigen Ganztrauben-Aromatik, die für die perfekte Spannung sorgt. Zarte Aromen von blühendem Thymian und braunen Gewürzen entwickeln sich im Glas neben der immer saftiger werdenden Kirschfrucht. Au Bon Climat steht wirklich für »Bilderbuch-Pinot Noir« aus Santa Barbara! Im Mund gleiten fein geschliffene, kalkige Tannine über die Zunge. Rote Kirschen mit knackig frischer Cranberry und Hagebutte lassen den Wein erfrischend und spannungsgeladen über die Zunge tänzeln – ein spannendes Präzisionsteil. Im Nachhall bleibt weiße Lakritz und dezent bitterer, angeflammter Salbei, aromatisches Lorbeerblatt und leckere Milchschokolade mit Meersalz auf der Zunge. Macht richtig Freude!
Nach drei trockenen Jahrgängen (2020, 2021 und 2022) startete das Jahr 2023 in Kalifornien für die Reben endlich wieder mit ausreichend viel Niederschlag während der Wintermonate, durch den die Wasserreserven der Weinberge größtenteils wieder aufgefüllt werden konnten. Die Temperaturen blieben im Frühjahr lange kühl, was den Austrieb der Reben extrem verzögerte. Zudem beeinträchtigten diese kühlen Frühlingstemperaturen den Fruchtansatz, was je nach Weinberg auf natürliche Art und Weise zu einer niedrigen Erntemenge und somit zu einer größeren Konzentration führte. Durch die Wachstumsperiode hinweg fielen 2023 in guten Abständen Niederschläge, und es gab keinerlei Trockenstress. Der Sommer verlief im Gegensatz zum heißen Vorjahr 2022 mild und die Trauben konnten langsam und gleichmäßig ausreifen. Zugleich konnten sie eine optimale Balance aus Tanninreife, Frucht und Säure erreichen. Im Herbst wurden die angenehmen Tagestemperaturen durch kühle Nächte ausgeglichen – dies bot nahezu perfekte Bedingungen für die Ausbildung eines komplexen Aromenspektrums. Die Weinlese verlief relativ entspannt und konnte ohne Zeitdruck bei idealer Reife durchgeführt werden. Bereits bei der Gärung legten viele Weine eine beeindruckende Intensität an den Tag, wie man sie nur ganz selten erleben kann. 2023 gilt nach 2021 und 2019 wieder als herausragender, großer Jahrgang.