Didier Belondrades Traum war es, im Lande Don Quijotes (Rueda in Castilla y Leon) einen wahrhaft großartigen Wein herzustellen. Und ALLE großen Erfolge beginnen mit einem Traum! Didier Belondrade Lerebours wurde 1951 in Montauban, in der Nähe von Toulouse in Frankreich geboren. Schon Mitte der 90er Jahre entwickelte er neben seiner Arbeit bei Air France großes Interesse am Weinbau, speziell in der Region Rueda. Die Weinguts-Story begann 1994 in Nava del Rey, 10 km südlich vom Ort Rueda. Und natürlich begann die Story mit Verdejo, DER Rebsorte dieser Region. Seinen Spitzenwein wollte er nach seiner Frau benennen, und das war eben Brigitte Lurton, aus dem berühmten Clan der Lurtons in Bordeaux. So kam der Wein Name Belondrade y Lurton zustande, der zugleich von den allermeisten Weinkäufern auch als Synonym für das Weingut steht. Die zwei Cousins von Brigitte, die flying winemaker Jacques und Francois Lurton, waren ebenfalls in die Gründung und Weinentwicklung der ersten Stunde involviert.
Der Verdejo, der Rueda revolutionierte
1996 kam schon das Erstlingswerk auf den Markt. Der „Belondrade y Lurton“ schlug ein wie eine Bombe. Es gab von Beginn an überragende Kritiken, denn einen im Barrique vergorenen und ausgebauten Verdejo mit soviel Körper, Power und Charme hat es zuvor noch nie gegeben. Und Rueda nahm mit einem Knall Platz an der Tafel der Kultweine. Alle Toprestaurants in Spanien zeigten den Wein von 1996 an, auch der amerikanische und japanische Markt sprangen auf den Fahrt aufnehmenden Zug. Da das Weingut von Beginn an als französisches Chateau-Konzept konzipiert war, mussten die Weinberge um das zukünftige Gebäude herum gepflanzt werden. Weiterhin natürlich Verdejo! 2000 bauten sie dann das puristisch extravagante Weingut mit dem Namen „Quinta San Diego“ in La Seca (Rueda), entworfen vom französischen Stararchitekten Vincent Dufos du Rau. Es folgten 2002 weitere Weine, immer benannt nach Familienmitgliedern, in diesen Fällen nach seinen Töchtern. Der etwas andere Verdejo „Quinta Apolonia“ mit Frische UND Struktur, auch ungewöhnlich, und der aus Syrah entwickelte Rosé Quinta Clarisa.
Ab 2005 bis 2007 entwickelten sich die ersten Versuche zur Spontanvergärung und zum biologischen Weinbau. Ab 2010 sind Belondrades Weine Bio zertifiziert. 2012 wurde ein neuer, spektakulärer Fasskeller eingeweiht. Da der kommerzielle, weltweite Erfolg voranschritt, konnte der Kunstversessene Didier 2015 eine Art & Wine Foundation gründen. Parallel kaufte und bepflanzte Didier weitere hervorragende Weinberge der Region. Inzwischen sind es 24 Parzellen auf 41 Hektar Bio-Weinbau auf bestem, kargem Terroir (60 cm Kiesel auf Lehmunterboden und darunter Kalkstein) in beachtlichen 750 Höhenmetern. Der Ertrag ist begrenzt auf nur 30 hl per Hektar. Wie das benachbarte Ribera del Duero liegt der Duero nur wenige Kilometer entfernt, und der Schlüssel des Erfolgs liegt in den wahnsinnig großen Tag-Nacht Temperaturunterschieden. Kurze heiße Sommer mit kalten Nächten in der Weinbauphase, lange, eher nasse (350 mm p.a.) und kalte Winter.
2023 konnte er sich den weiteren Traum erfüllen ein geniales, auch Kunst beherbergendes Empfangsgebäude im Stil der berühmten Architekten „Mies van der Rohe“ zu bauen. Didiers Sohn, Jean Belondrade, ist mehr und mehr in der Führung des Weinguts involviert, das Weingut hat also noch viel Zukunft vor sich.





