Lobenberg: Ein winziger Plot, ein Lieu Dit mit fast 100 Jahre alten Alvarinho-Reben. Quarzböden mit Feldspat, also geschichtete, uralte Gesteinsböden. Im Besitz von Rodrigo Mendez und zwei befreundeten Spitzen-Somelliers der Region, Iraia und Eduardo. Nur 13,0% Alkohol. Ganztraubenpresse mit kurzer Maischestandzeit, spontan vergoren und ausgebaut im gebrauchten französischen Barrique. Extrem hohe Säure und rasiermesserscharfe Salze vom Boden und vom nahen Meer. Sehr geradeaus und extrem puristisch mit glasklarer Definition und irrer Vibration. Es gibt total nur 800 Flaschen. Extrem alterungsfähig und der zum freakigen neigende Genießer sollte einige Jahre bis zum ersten Antrunk warten. Dekantieren ist auf jeden Fall ratsam. Die Nase verblüfft mit satter Estragon- und Salbeinote, dann erstaunliche Williamsbirne, Jasmin und weitere weiße Blüten. In Salz gewälzte Limetten im Mund, dazu Kreide und Kalkstein, ganz viel Stein und immens viel Salz, fast scharf. Reneklode, grüne Aprikose, grüne Mandeln, Zitronengras, wieder in Salz eingelegte Zitrusfrucht und Kumquats, dazu mit Steinmehl angereicherte Säure bis zum abwinken, intensiv aber durchaus lecker. Ein leichter Hauch vom Holz bringt zusätzlichen Kick und vibrierenden Charme. Der Wein hat durchaus trotz aller Extremitäten durchaus was süffiges an sich und auch faszinieren aromatischen Charme, auch wenn das hier ganz sicher kein klassischer Albarinho ist. Er hält sicher Jahrzehnte. Durchaus hoher Spaßfaktor und mit seinem Hauch von Moderne durchaus einzureihen in die Spitzenweine von Rodrigos Forjas del Salnes und das moderne Gegenstück von Zarate. Extrem pikant und komplex, der Wein vibriert vor Spannung! Das Albarinho-Gegenstück zu Rafael Palacios As Sortes aus Valdeorras aber erstaunlicher Weise sogar mit mehr Druck und Power. Erstaunlicher Kracher für Albarinho! Erinnert stark an einen kristallklaren Chablis Fourchaume. Superb bis nahezu atemberaubend. Ist in meinem Kellervorrat!
Bordeaux fik utroligt meget regn i foråret 2020. Under den tidlige, men perfekte blomstringsperiode var det tørt i fjorten dage, hvorefter det straks begyndte at regne. Fra midten af juni til midten af august faldt der imidlertid ikke en eneste dråbe regn. Det var en katastrofe for sandjord - vinstokkene led af tørkestress. Med lerjord, som vi har på de bedste steder i Médoc og Pomerol, eller på ren kalksten, som det ofte er tilfældet i Saint-Émilion, var det slet ikke noget problem. Der faldt omkring 80 millimeter regn på den venstre bred i midten af august. Yderligere 15 millimeter i slutningen af august. Derefter var det tørt i hele september. Så stort set perfekte betingelser for fremragende terroir, perfekte betingelser for høj modenhed og rige tanninniveauer med forholdsvis moderat syre.